UMA dSph Zwerggalaxie der Lokalen Gruppe, Typ: Ir



                                           im Sternbild: Grosser Wagen














 

© SDSS, Beth Willman 

 


Vergrösserung


 

 

 


Katalog Nr:

Himmel

Sternbild

Koordinaten

UMa dSph

nord

Ursa Major

-

-


alternativ

Abs.Helligkeit

Scheinb.Helligkeit

Entfernung

Durchmesser

-

-

-

300.000 Lj

-









Bemerkung zum Bild: UMa dSph



DSph (Dwarf Spheroidal galaxy) im Stenbild Ursa Major (UMa). Das Theoriegebäude der Astronomie erfährt in den letzten Jahren eine starke Veränderung. Alle Berechnungen und Beobachtungen der Bewegungen von Masse im Weltall führen zu der Annahme, dass sich das Weltall, anders als bisher angenommen, für immer ausdehnen wird. Diese Erkenntnis führte zu dem Schluss, dass es mehr Masse im All geben muss als wir sehen können. Durch Berechnungen gestützte Annahmen sprechen von einer sichtbaren Masse die 10% beträgt und einer bisher durch kein Messinstrument erfassten Masse, die 90% ausmacht. Man nannte den Träger dieser Masse schwarze Materie. Die Theorie der Astro-Physiker besagt nun in einfachen Worten, dass sich nach dem Urknall die schwarze Materie zu Klumpen ballte, an die sich, nach ihrer Abkühlung, die uns bekannte, sichtbare Materie ansetzte .. und in der Folge das bildete, was wir Galaxien nennen. Die Anzahl der erfassten grossen Galaxien reicht jedoch nicht aus um genügend Masseanteile der Schwarzen Materie zusammenzubekommen. Seither hat ein Rennen um das Auffinden kleiner Galaxien eingesetzt. Von diesen muss es weitaus mehr geben als die bisher entdeckten, wenn die fehlenden Masseanteile gefunden werden sollen.

Die Suche nach diesen kleinen Galaxien brachte zunächst Erfolge, stösst nun aber zunehmend an die Grenzen der Messempfindlichkeit heutiger menschlicher Instrumente. Ein Beispiel das erahnen lässt warum das so ist, zeigt obiges Bild aus dem Jahr 2005. Auf diesem soll die letzte bisher gefundene Zwerggalaxie unserer Lokalen Gruppe, mit dem Namen Ursa Major dSPh zu sehen sein. Sie soll in der Nähe der Milchstrasse angesiedelt sein. Nun verfügen die Astronomen über mehr Messdaten, als sie das obige Bild preisgibt, denn allein aus dem Bild eine kleine Galaxie zu erkennen, würde wahrscheinlich auch ihnen schwer fallen. Inzwischen ist sichergestellt, dass mit UMa dSph eine Galaxie vorliegt und kein weit entfernter Kugelsternhaufen. Weitere Daten zu UMa dSph sind in der Zufunft zu erwarten.

Die Kenntnis von UMa dSph wurde am 28.März 2005 von Beth Willman von der New York Universität und ihrer 15 Astronomen umfassenden Gruppe, die am SDSS-Projekt mitwirken, bekanntgegeben.







Astro.GoBlack.de