SN 1604

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SN 1604

RA: 17 30 35,98 Dec: -21 28 56,23 (J2000)

 

 
Supernova -Rest
Sternbild:    Ophiuchus (Schlangenträger)
 
 
Rotverschiebung:            -
Entfernung:           20.000 Lj
 
 
Durchmesser in arcmin:   2'
Durchmesser:       12 Lj
 
 
Absolute Helligkeit:        -16,44 M
Scheinbare Helligkeit im Jahr 1604:     -2,5 m
 
 
Entdeckt: 09.10.1604
Johannes Kepler (und weitere)
 
 
Teleskop: Chandra X-Ray / Spitzer
Jahr: 30.06.2000
 

 
 
 
 
Das Bild wurde mit Bezug zum Aladin Sky Atlas nach Norden ausgerichtet.
Die Angaben entsprechen der Nasa-MAST- oder NED- Datenbasis. Ho=74,2
 
 
 
 
 
Bemerkungen zum Bild: SN1604
Dieser Nebel gehört zu dem Stern: V 843 Oph
Alternativname: Kepler's SN

Diese Supernova fand im Jahr 1604 statt, und wurde erstmals am 9.Oktober 1604 von Johannes Kepler beobachtet. In Anlehnung an Tycho Brahe, welcher die Supernova SN 1572 beobachtete und sie als neuen Stern (Stella Nova) einordnete, woraus sich der Begriff Nova ableitet, schrieb Kepler ein Buch mit dem Titel »De Stella nova in pede Serpentarii« womit die Kunde von dieser Supernova bis heute erhalten blieb. So bezeichnet man die obige Gaswolke auch als Kepler's Supernova oder Kepler's Stern. Ihre Gas- und Staubwolke hat sich in den 400 Jahren seit Keplers Beobachtung auf einen Durchmesser von 12 Lichtjahren erweitert. Sie soll vom Typ 1a gewesen sein.

Obiges Falschfarbenbild wurde aus den Datensätzen dreier Weltraumobservatorien zusammengesetzt. Dem Chardra Röntgensatelliten, dem Hubble Spaceteleskop und der Spitzer Infrarot-Raumsonde.


Die kleinen Bilder zeigen, was die Raumsonden sahen. Im sichtbaren Licht wäre von der Supernova nicht viel zu erkennen. Anders verhält es sich bei den nicht sichtbaren Wellenlängen der elektromagnetischen Strahlung. Hier offenbart sich die Supernova als Blase, deren Gas und eisenhaltiger Staub noch immer mit 2.000 km/s durch den Raum eilen, und wie die Röntgenstrahlung zeigt, ist das Material noch sehr heiß. An den Rändern der Blase stößt die Wolke mit Gasen des interstellaren Raumes zusammen. Dies führt zu Schockfronten, deren Verlauf sich als Folge heller Knoten verdichteten Materials in den Röntgenbildern zeigt.
Infrarot leuchten hingegen Staubpartikel, die durch die Energie in den Schockfronten erhitzt werden. Die Staubpartikel absorbieren diese Energie um sie in der Folge wieder als Infrarotlicht abzugeben. Dort wo das Infrarotlicht am kräftigsten ist, entsteht auch ausreichend sichtbares Licht, so dass es vom Hubble Teleskop wahrgenommen werden kann.
 
 
 
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Hilfsmittel
 

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