SN 185

© NASA/JPL- Caltech/UCLA - WISE

 


 

SN 185

RA: 14 43 04,08 Dec: -62 27 43,20 (J2000)

 

 

RCW 86
RA: 14 40 29,04 Dec: -62 38 42,00 (J2000)

 

 
Supernova -Rest
Sternbild:    Circinus (Zirkel)
 
 
Rotverschiebung:            -
Entfernung:           8.000 Lj
 
 
Durchmesser in arcmin:   -'
Durchmesser:       85 Lj
 
 
Absolute Helligkeit:        -20,23 M
Scheinbare Helligkeit im Jahr 185:     -8 m
 
 
Entdeckt: 12. 185
chinesische Astronomen
 
 
Teleskop: XMM / Chandra / Spitzer / WISE
Jahr: < 2009
 

 
 
 
 
Das Bild wurde mit Bezug zum Aladin Sky Atlas nach Norden ausgerichtet.
Die Angaben entsprechen der Nasa-MAST- oder NED- Datenbasis. Ho=74,2
 
 
 
 
 
Bemerkung zum Bild: RCW 86
Bemerkung zum Bild: (SN 185 / SNR G315.0-02.3)

Das obige Bild zeigt nach den Angaben der NASA den Supernovarest RCW 86, der dort mit der Supernova SN 185 gleichgesetzt wird. Bei der Feststellung der Koordinaten beider Objekte im Simbad-Katalog ergeben sich wie im unteren Bild gezeigt, erhebliche Differenzen für ihre Orte. Der Grund hierfür ist unbekannt. Es wird angenommen, dass obiges Bild auf die Koordinaten von RCW 86 zeigt, an dessen Ort im Bild des DSS, tatsächlich soetwas wie ein Nebelumriss zu sehen ist.



Wenn SN 185 und RCW 86 identisch sind, stellen sie den Rest eines Sterns dar, der im Jahr 185 n. Chr. mit einer spektakulären Lichterscheinung explodierte. Über dieses Ereignis wird in chinesischen Quellen berichtet und SN 185 ist die dritte, dokumentierte Supernova eines Sterns der Milchstraße.

Die äußeren Hüllen des obigen Sterns sollen bei der Explosion mit Geschwindigkeiten die 10.000km/s übertrafen in das Weltall hinausgeschossen sein. Die Leuchtkraft des Sterns stieg um das Milliardenfache an, so dass er eine Helligkeit von -8m erreichte. Insgesamt soll diese Supernova über 8 Monate sichtbar gewesen sein. Ihr Stern wird je nach Restmasse zu einem Neutronenstern oder einem Schwarzen Loch zusammengefallen sein.
Das obige Bild zeigt die Reste des sich seit etwa 2000 Jahren verteilenden Gasnebels der Supernova. Es wurde durch die Kombination der Bilder von vier Weltraumteleskopen zusammengesetzt. Zwei Bilder im Röntgenlicht stammen von dem XMM-Newton Observatory der ESA und dem Chandra X-ray Observatory der NASA. Zwei weitere Bilder im infraroten Spektrum wurden mit dem Spitzer Space Telescope, sowie dem Wide-Field Infrared Survey Explorer (WISE) der NASA aufgenommen. Durch die Kombination der eingefärbten Bilder ergeben sich die obigen Strukturen, anhand deren eine Trennung zwischen dem Licht der Hintergrundnebeln und dem Supernovagas möglich wird.
Aus den in diesen Bilder enthaltenen Informationen glauben die Astrophysiker eine Supernova vom Typ Ia zu erkennen. Bei diesem Typ erhält ein bereits gestorbener, stabiler Stern z.B. ein Weißer Zwerg weitere Materie von einem zweiten Stern, bis seine Masse eine kritische Grenze erreicht so dass er explodiert. Die Größe des Nebeldurchmessers erklären sie sich mit dem Umstand, dass der gestrobene Stern durch seinen Sonnenwind bereits eine relativ freie Zone um sich herum geschaffen hatte, so dass sich das Gas der Explosion nahezu ungehindert in den Raum ausdehnen konnte.

Die erste dokumentierte Supernova wird 352 v.Chr von chinesischen Astronomen beschrieben. Es folgt aus chinesischen Quellen eine weitere Beschreibung im Jahr 4 v. Chr. Auch wenn in den folgenden 1500 Jahren nach SN 185 nur weitere 5 oder 6 Stück beobachtet wurden, geht man heute davon aus, dass sich in unserer Galaxie etwa alle 30 Jahre eine Supernova abspielt. Allerdings werden mit den Instrumenten des 20. und 21. Jahrhunderts pro Jahr einige hundert Supernovae in den Galaxien rund um die Milchstraße entdeckt.
 
 
 
  Theorie zur Entstehung von Supernovae
  Liste der Supernovae
 
 
Hilfsmittel
 

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