Scu DW - Galaxie der Lokalen Gruppe, Typ: dSPh



                                           im Sternbild: Bildhauer














 

© AAS / AAO, David Malin 

 




 

 

 


Katalog Nr:

Himmel

Sternbild

Koordinaten

ESO 351- 30

süd

Sculptor

01h 00' 09,40“

-33° 42' 32,0“


alternativ

Abs.Helligkeit

Scheinb.Helligkeit

Entfernung

Durchmesser

Scu Dw

-

10,5m

~300.000 Lj

~2.300 Lj









Bemerkung zum Bild: PGC 19441



Galaxie: Lokale Gruppe
Alternativ: PGC 3589

Die Sculptor Zwerggalaxie wurde bereits 1937 durch Harlow Shapley entdeckt. Sie repräsentiert die erste entdeckte Zwerggalaxie. Gefunden wurde die Galaxie auf Fotoplatten, die mit dem Havard 24-Inch Teleskop des Boyden Observatoriums in Süd Afrika angefertigt wurden.

Einen Hinweis darauf, mit welchen Schwierigkeiten die Astrophysiker, trotz ihrer modernen Instrumente zu kämpfen haben, um Zwerggalaxien im Umfeld der Milchstrasse zu finden, wurde auf Seiten der Universität von Texas in Austin gefunden. Hier wurden vier Bilder des Anglo Australien Observatory nebeneinandergestellt. Sie zeigen folgende Zwerggalaxien ..


Fornax Dw    Sculptor Dw

Carina Dwarf   Sextans Dwarf

Deutlich ist die Abnahme ihrer Leuchtintensität zu erkennen. So strahlt die Fornax Zwerggalaxie 1400 mal schwächer als die Milchstrasse, ist aber noch deutlich zu erkennen. Die Sculptor Zwerggalaxie ist 11.000 mal lichtschwächer. Auch sie kann mit den modernen Teleskopen noch gut erkannt werden. Schwieriger wird die Erkennung der Carina Zwerggalaxie, die 56.000 mal lichtschwächer ist als die Milchstrasse. Nicht mehr mit dem Auge zu erkennen die Sextans Zwerggalaxie. Alle erkennbaren Sterne sind solche der Milchstrasse. Der Sextans-Zwerg ist zwar nur 47.000 mal lichtschwächer als die Milchstrasse, doch ist die Flächenverteilung seiner alten Sterne so gross, dass nur noch computergestützte Auszählungen der feinsten Sterne des Bildes zu dem Hinweis führen, dass sich hier eine Galaxie verbirgt.

Dabei ist bemerkenswert, so die Astrophysiker, dass der Anteil der schwarzen Materie in den Zwerggalaxien etwa eine Sonnenmasse pro 30 Kubik-Lichtjahre beträgt und damit etwa um das 100fache höher ist als in den grossen Galaxien. Obwohl kaum noch sichtbar, stellen sie sich also als wahre Schwergewichte angehäufter Materie dar, ... womit auch ein schönes Bild zwischen dem was Menschen sehen und dem was tatsächlich ist, in den obigen Bildern zu finden ist.

Das Wissen über das Zusammenwirken der einzelnen Galaxien in unsere Lokale Gruppe ist noch sehr unvollständig. So ist nicht immer klar welche Galaxien in dauerhaft grosser gravitativer Wechselwirkung zueinander stehen, oder nur zeitweilig, mit wechselnden Partnergalaxien, interagieren. So können sich Zuordnungen zu den Subgruppen ändern. Bei der Scultor Zwerggalaxie scheint diese Zuordnung wie oben beschrieben, gelungen zu sein.







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