NGC 5256 zwei verschmelzende Galaxien

 

 

                                           im Sternbild: Großer Bär

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© HST, NASA | ESA

 

 

Vergrösserung

 

 

 

 


Katalog Nr:

Himmel

Sternbild

Koordinaten

NGC 5256

nord

Ursa Major

13h 38' 17,50“

+48° 16' 36,98“


alternativ

Abs.Helligkeit

Scheinb.Helligkeit

Entfernung

Durchmesser

Mrk 0266

-

13,1m

350 Mio.Lj

30.000 Lj





 
 
 
 
Bemerkung zum Bild: NGC 6217 / Mrk 0266

NGC 5256 besteht aus zwei miteinander verschmelzenden Spiralgalaxien, deren beider Zentralregionen im obigen Bild dicht beieinander liegend, noch gut auszumachen sind. Die Kerne beiden Zentren sind aktiv, so dass man jeweils ein Schwarzes Loch in ihnen vermutet. Beide Galaxien erscheinen stark verzerrt und dichte Wolken aus Gas sowie molekularem Staub umgeben sie. Wie sich aufgrund von Messungen in weiteren Spektralbereichen wie Infrarot, Millimeterwellen und im Radionbereich nachweisen lässt, entwickeln sich innerhalb dieser Wolken neue Sterne. An einigen Stellen sind sie als blaue Pixel zu erkennen und augenfällig ist die Fontaine aus jungen Sternen, die oben links aus dem Tumult herauszuschießen scheint. Diese Erkenntnis ist nicht überraschend. Das Wasserstoffgas und der molekulare Staub müssen in dem obigen Stillleben erhebliche Geschwindigkeiten besitzen. Im Bereich der Akkretionsscheiben der Schwarzen Löcher werden sie rasend schnell und erhitzt sich, um dann zu einem Teil in Form eines Jets wieder in das umgebende Gas hinausgeschossen zu werden.

NGC 5256 wird nach dem armenischen Astronomen Benjamin Markarjan auch als Markarjan 266 (Mrk 266) bezeichnet. Markarjan stellte in den 1960 Jahren einen Katalog von etwa 1500 Objekten auf, die besonders helles blaues Licht mit hohem UV-Anteil aus ihrem Zentrum abgaben.
Das obige Bild wurde am 16.November 2001 mit den ACS/ WFC Instrumenten des Hubble Weltraum Teleskops nach 36 minütiger Belichtungszeit aufgenommen und 2008 veröffentlicht.
NGC 5256 wurde am 12. Mai 1787 von dem in Hannover geborenen, deutsch-britischen Astronomen Wilhelm Herschel entdeckt.
 
 
 
 

 

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