HH 32 Protostern



                                           im Sternbild: Wassermann














 

© NASA, HST 

 




 

 

 


Katalog Nr:

Himmel

Sternbild

Koordinaten

HH 32

nord

Aquila

19h 20' 33,13“

+11° 01' 20,09“


alternativ

Abs.Helligkeit

Scheinb.Helligkeit

Entfernung

Durchmesser

-

-

17,5m

960 Lj

0,54 Lj









Bemerkung zum Bild: Herbig Haro 32



Wer dieses Bild verstehen will, muss zunächst genau hinsehen. Alle Stern des Bildes besitzen diagonale Strahlen, die auf die Linsenoptik des Hubble Space Teleskops zurückzuführen sind. Der Stern in der Mitte des Bildes besitzt sogar noch zwei kleine horizontale Strahlen. Aber um diese Strahlen geht es nicht. Die Materiejets von denen hier die Rede ist, sind nicht zu sehen. Sie verraten sich durch ihre Wirkung auf die umliegende Materie, die sie grün und blau einfärben. So gesehen erstrecken sie sich bei diesem Herbig-Haro Objekt, von oben (leicht links) über den Zentralstern hinaus, nach unten (leicht rechts). Das was in diese Richtung unsichtbar den Raum erfüllt, sind zwei scharf gebündelte Materiestrahlen, die etwa 0,54 Lichtjahre, in das Weltall hinausreichen.

Solche Jets sind nach den Erkenntnissen der Astronomen George Herbig und Guillermo Haro nur bei sehr jungen Sternen möglich, bei denen Teile der eingefangenen Materie wieder in das Weltall zurückgeschleudert werden. Bei diesem Stern, der ca. 960 Lichtjahre von der Erde entfernt ist und etwas älter ist als Hubbles Variabler Nebel, wurden schon große Teile der Staubscheibe aus der er entstand, aufgesogen und/oder weggeblasen, so dass der Stern frei zu sehen ist.
Anfänglich werden junge Sterne von einer Materiescheibe umgeben, aus der sich das Material spiralförmig auf den entstehenden Stern zubewegt. Grosse Teile dieser Materie bleiben dem Stern erhalten und er wächst. Ein Teil des zugeflossenen Materials wird jedoch rechtwinklig zur Staubscheibe, über die Pole des Sterns, in Form von zwei Jets, wieder in das Universum hinausgeschleudert. Die Geschwindigkeit dieser Materie kann bis zu 350 km pro Sekunde betragen. Solche Jets strahlen auf dem Bild in den umgebenden Nebel, erzeugen Schockfronten und bringen das Gas hier zum Leuchten. Im Bild leuchten Wasserstoffatome grün, Schwefelionen blau, andere Atome und Ionen, sowie das reflektierte Licht des Sterns leuchten rot. Der nach oben reichende Jet, dessen weiteste Ausdehnung etwa 0,2 Lichtjahre beträgt, zeigt etwas stärker in die Erdrichtung. Sein Gegenüber reicht von uns weg. Er ist scheinbar kraftloser, was entweder an Resten des umgebenden Nebels liegt, die ihn dämpfen, oder an zu geringen Materialmengen, die er erleuchten kann.
Unterhalb der zwei hell leuchtenden Sterne in der unteren Hälfte des Bildes, verbirgt sich ein weiterer Herbig-Haro Stern. Von diesem ist nur ein Jet zu erkennen, dessen Gaskappe grün gefärbt ist.






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