For DW - Galaxie der Lokalen Gruppe, Typ: dSPh, E2



                                           im Sternbild: Ofen














 

© AAS / AAO, David Malin 

 




 

 

 


Katalog Nr:

Himmel

Sternbild

Koordinaten

PGC 10093

süd

Fornax

02h 39' 59,30“

-34° 26' 57,0“


alternativ

Abs.Helligkeit

Scheinb.Helligkeit

Entfernung

Durchmesser

For Dw

-13,5

9,3

750.000 Lj

5.200 Lj









Bemerkung zum Bild: PGC 19441



Galaxie: Lokale Gruppe

Die Fornax Zwerggalaxie wurde bereits 1938 durch Harlow Shapley entdeckt. Sie enthält mindestens sechs Kugelsternhaufen, von denen der grösste, mit der Bezeichnung NGC 1049 bekannt war, noch bevor seine Galaxie erkannt wurde. Die Galaxie entfernt sich von der Milchstrasse mit 58 km/s. Sie verfügt über eine sehr alte Sternpopulation, die mit etwa der 50 fachen Anzahl eines Kugelsternhaufens angegeben wird. Allerdings sind die Sterne über eine wesentlich grössere Fläche verteilt, was die Erkennbarkeit der Gesamtstruktur vermindert.

Einen Hinweis darauf, mit welchen Schwierigkeiten die Astrophysiker, trotz ihrer modernen Instrumente zu kämpfen haben, um Zwerggalaxien im Umfeld der Milchstrasse zu finden, wurde auf Seiten der Universität von Texas in Austin gefunden. Hier wurden vier Bilder des Anglo Australien Observatory nebeneinandergestellt. Sie zeigen folgende Zwerggalaxien ..


Fornax Dw    Sculptor Dw

Carina Dwarf   Sextans Dwarf

Deutlich ist die Abnahme ihrer Leuchtintensität zu erkennen. So strahlt die Fornax Zwerggalaxie 1400 mal schwächer als die Milchstrasse, ist aber noch deutlich zu erkennen. Die Sculptor Zwerggalaxie ist 11.000 mal lichtschwächer. Auch sie kann mit den modernen Teleskopen noch gut erkannt werden. Schwieriger wird die Erkennung der Carina Zwerggalaxie, die 56.000 mal lichtschwächer ist als die Milchstrasse. Nicht mehr mit dem Auge zu erkennen die Sextans Zwerggalaxie. Alle erkennbaren Sterne sind solche der Milchstrasse. Der Sextans-Zwerg ist zwar nur 47.000 mal lichtschwächer als die Milchstrasse, doch ist die Flächenverteilung seiner alten Sterne so gross, dass nur noch computergestützte Auszählungen der feinsten Sterne des Bildes zu dem Hinweis führen, dass sich hier eine Galaxie verbirgt.

Dabei ist bemerkenswert, so die Astrophysiker, dass der Anteil der schwarzen Materie in den Zwerggalaxien etwa eine Sonnenmasse pro 30 Kubik-Lichtjahre beträgt und damit etwa um das 100fache höher ist als in den grossen Galaxien. Obwohl kaum noch sichtbar, stellen sie sich also als wahre Schwergewichte angehäufter Materie dar, ... womit auch ein schönes Bild zwischen dem was Menschen sehen und dem was tatsächlich ist, in den obigen Bildern zu finden ist.

Das Wissen über das Zusammenwirken der einzelnen Galaxien in unsere Lokale Gruppe ist noch sehr unvollständig. So ist nicht immer klar welche Galaxien in dauerhaft grosser gravitativer Wechselwirkung zueinander stehen, oder nur zeitweilig, mit wechselnden Partnergalaxien, interagieren. So können sich Zuordnungen zu den Subgruppen ändern. Bei der Fornax Zwerggalaxie scheint diese Zuordnung wie oben beschrieben, gelungen zu sein.







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