© SDSS / Beth Willman
 

 

UMa I

RA: 10 34 52.80 Dec: 51 55 12.00 (J2000)

 

 

Ursa Major I

Sternbild:    Ursa Major (Großer Bär)

 

 
Galaxie: dSph
v-radial: 1101 km/s
 
 
Rotverschiebung:            z = 0,003673
Entfernung:           330.000Lj
 
 
Durchmesser in arcmin:   23' x 12'
Durchmesser:       ~2.000 LJ
 
 
Absolute Helligkeit:        (-6,75 M)
Scheinbare Helligkeit:     -
 
 
Entdeckt: 2005
SDSS – Beth Willman und weitere
 
 
Teleskop: -
Jahr: -
 

 
 
 
 
Das Bild wurde mit Bezug zum Aladin Sky Atlas nach Norden ausgerichtet.
Die Angaben entsprechen der Nasa-MAST- oder NED- Datenbasis. Ho=74,2
 
 
 
 
 
Bemerkung zum Bild : UMa I, Ursa Major I
Galaxie: lokale Gruppe

Die Entdeckung von UMa dSph (Dwarf Spheroidal galaxy) wurde am 28.März 2005 von Beth Willman (New York Universität) und ihrer 15 Astronomen umfassenden Gruppe, die am SDSS-Projekt mitwirken, bekanntgegeben. Die obigen Daten geben einen Überblick, über das was bisher von dieser Galaxie bekannt ist.

Das Theoriegebäude der Astronomie erfährt in den letzten Jahren eine starke Veränderung. Alle Berechnungen und Beobachtungen der Bewegungen von Masse im Weltall führen zu der Annahme, dass sich das Weltall, anders als bisher angenommen, für immer ausdehnen wird. Diese Erkenntnis führte zu dem Schluss, dass es mehr Masse im All geben muss als wir sehen können. Durch Berechnungen gestützte Annahmen sprechen von einer sichtbaren Masse die 10% beträgt und einer bisher durch kein Messinstrument erfassten Masse, die 90% ausmacht. Man nannte den Träger dieser Masse Schwarze od. Dunkle Materie. Die Theorie der Astro-Physiker besagt nun in einfachen Worten, dass sich nach dem Urknall die schwarze Materie zu Klumpen ballte, an die sich, nach ihrer Abkühlung, die uns bekannte, sichtbare Materie ansetzte .. und in der Folge das bildete, was wir Galaxien nennen. Die Anzahl der erfassten großen Galaxien reicht jedoch nicht aus um genügend Masseanteile der Dunklen Materie zusammenzubekommen, allerdings scheint es große Anteile von ihr in Zwerggalaxien zu geben. Seither hat ein Rennen um das Auffinden kleiner Galaxien eingesetzt. Von diesen muss es weitaus mehr geben als die bisher entdeckten, wenn die fehlenden Masseanteile gefunden werden sollen.

Die Suche nach diesen kleinen Galaxien brachte zunächst Erfolge, stößt nun aber zunehmend an die Grenzen der Messempfindlichkeit heutiger menschlicher Instrumente. Ein Beispiel das erahnen lässt warum das so ist, zeigt obiges Bild aus dem Jahr 2005. Auf diesem soll eine Zwerggalaxie unserer Lokalen Subgruppe, mit dem Namen Ursa Major dSPh zu sehen sein. Sie soll nur etwa 330.000 Lichtjahre von der Milchstrasse entfernt sein. Nun verfügen die Astronomen über mehr Messdaten, als sie das obige Bild preisgibt, denn allein aus dem Bild eine kleine Galaxie zu erkennen, würde wahrscheinlich auch ihnen schwer fallen. Inzwischen ist sichergestellt, dass mit UMa dSph eine Galaxie vorliegt und kein weit entfernter Kugelsternhaufen. Weitere Daten zu UMa dSph sind in der Zufunft zu erwarten.
 
 
 
Hilfsmittel
 

Astro.GoBlack.de