XTE J1550-564 Schwarzes Loch mit Stern



                                           im Sternbild: Winkelmass














 

© NASA, Chandra Observatory

 


Vergrösserung


 

 

 


Katalog Nr:

Himmel

Sternbild

Koordinaten

XTE J1550-564

süd

Norma

15h 50' 58,70“

-56° 28' 36,0“


alternativ

Abs.Helligkeit

Scheinb.Helligkeit

Entfernung

Durchmesser

V* V381 Nor

-

-

17.000 Lj

-









Bemerkung zum Bild: XTE J1550-564



Die drei kleinen Aufnahmen des obigen Bildes stammen von der Chandra X-Ray Raumsonde und sollen in der Bildmitte ein Doppelsternsystem im Licht der Röntgenstrahlung zeigen. Von den zwei Sternen dieses Systems ist einer bereits zu einem Schwarzen Loch zusammengefallen. Die Punkte rechts und links neben dem zentralen Punkt, stellen die Endpunkte zweier Jets dar, die von dem Schwarzen Loch ausgehen. Die Grafik rechts im Bild veranschaulicht die Theorie der Astrophysiker, mit der sie die Ereignisse der kleinen Bilder interpretieren.

Bei dem Doppelsternsystem XTE J1550 konnte 1998 ein heftiger Ausbruch beobachtet werden, bei dem das System selber heller wurde und sich rechts und links neben ihm zwei neue Lichtpunkte bildeten. Bei diesen Punkten, so vermuten die Astrophysiker, handelt es sich um die Endpunkte zweier Jets (Hotspots), die etwa 3 Lichtjahre voneinander entfernt liegen. Sie entstanden, als Gas des Normalsterns zu seinem Begleiter dem Schwarzen Loch floss, sich dort in dessen Rotationsebene spiralförmig eindrehte, um dann in das Schwarze Loch hineingezogen zu werden. Hierbei wird, aufgrund der Wirkung von riesigen Magnetfeldern im Bereich des Schwarzer Loches, ein Teil der einfliessenden Materie zu den Polen hin beschleunigt und mit einer Geschwindigkeit, die nahe bei der des Lichts liegt, über diese in das Weltall hinausgeschossen. Dabei geben die Jets wegen der hohen Temperaturen ihrer Gase, Licht im Bereich der Röntgenstrahlung ab. Das Phänomen endet, wenn nicht mehr genügend Material von dem Normalstern nachfliesst.

Die Abfolge der drei Röntgenfotos aus den Jahren 2000 und 2003 so meinen die Astrophysiker, belegen und dokumentieren diese Theorie. Zunächst erschien der linke Hotspot auf den Chandra Fotos, um dann durch den rechten ergänzt zu werden. Im Verlauf von 3 Monaten bildete sich dann der linke Hotspot zurück, während der rechte noch immer mit hoher Intensität beobachtbar blieb.






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