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- Mit dem Hubble Space Teleskop ist es
am 25.September 1997 wahrscheinlich gelungen, den ersten
Neutronenstern im sichtbaren Licht zu fotografieren. Dies
ermöglicht erstmals die unmittelbare Beobachtung, wie sich
ein solcher ausgebrannter und zu entarteter Materien
zusammengezogener Stern verhält. Vor allen Dingen können
Messungen seiner Temperatur und seiner Felder, insbesondere
seines Gravitationsfeldes, vorgenommen werden.
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Erste Messungen ergaben, dass der Stern
sehr heiß und nicht größer, als 28km im
Durchmesser ist. Daraus schließen die Astronomen, dass es
sich tatsächlich um einen Neutronenstern handelt, denn
kein anderes bekanntes Objekt ist so klein und so heiss. Seine
Werte stossen dicht an die theoretische Obergrenze von
Neutronensternen. Neutronensterne entstehen nach dem
Zusammenbruch von Sternen, wenn diese mehr als die 1,4fache
Masse der Sonne besitzen. Die Elektronen und Protonen werden
dabei so dicht zusammengedrückt, dass sie zu Neutronen
verschmelzen, wobei möglicherweise auch anderen exotische,
subatomare Partikeln der Materie entstehen. Eine solche
Materien kann es auf der Erde nicht geben, und so ist es
begreiflich, dass die Astronomen und Physiker noch
Verständnisschwierigkeiten im Verhalten solcher Materie
besitzen.
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Es soll einige Hundertmillionen
Neutronensterne in der Milchstraße geben. Alle bisher
gefundenen existierten als Doppelsterne und gaben
Röntgenstrahlung ab. Eines der Probleme hierbei ist, dass
der zweite Stern den Neutronenstern überstrahlt und die
Messwerte eben zu dem Doppelsystem gehören. Andere
Neutronensterne verrieten sich als Pulsare, die Radioenergie
ausstrahlten. Der gefundene Neutronenstern ist kein Pulsar. Das
kann daran liegen, dass er ein sehr alter Neutronenstern ist.
Man vermutet mehreren millionen Jahre. Pulsare sind junge
Neutronensterne, die ein starkes Magnetfeld besitzen. Es kann
aber auch sein, dass er nie ein Pulsar war. Bisher wurden nur
wenige allein stehende Neutronensterne beobachtet, die
Röntgenstrahlung absonderten und dieser ist der erste, den
man sehen kann.
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Erste Hinweise auf diesen Stern ergaben
sich 1992 durch den ROSAT Satelliten, der eine starke
Röntgenquelle ohne optischen Partner fand. Daraufhin wurde
ab Oktober 1996 mit dem Space Teleskop der Versuch unternommen,
den optischen Gegenpart zu finden. Es gelang der Röntgenquelle,
einen Lichtpunkt, mit einer Differenz von 2 Bogensekunden,
zuzuordnen. Die Entfernung zu diesem Objekt wurde nicht
gemessen, doch glücklicherweise befand sich der Stern vor
einer Wolke deren Entfernung mit etwa 400 Lichtjahren bekannt
ist und die sich im Sternbild Corona Australis (südliche
Krone) befindet. Damit war der maximale Abstand der möglich
ist, bekannt. Zusammen mit der Ermittelung der
Oberflächentemperatur, die bei 660.000°C liegt, konnte
ausgeschlossen werden, dass es sich um einen weißen Zwerg
handelt. Ein solcher hätte 150.000 Lichtjahre entfernt
sein müssen und seine Röntgenstrahlung hätte
dann nur 1/70.000 betragen dürfen.
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- Ende 1999 liegen weitere
Untersuchungsergebnisse vor. Die Entfernung wird nun mit 200
Lichtjahren angegeben, und die Astronomen sind über die
Reisegeschwindigkeit des Sterns überrascht. Obiges Bild
des Hubble Space Teleskops zeigt den einsamen Neutronenstern
gleich dreimal. Das Bild ist eine Überlagerung von drei
Aufnahmen, die am 6.Oktober 1996, am 30 März 1999 und am
16.September 1999 entstanden. Deutlich zu erkennen, ist die
Wegstrecke die er innerhalb der vergangenen drei Jahre
zurückgelegt hat. 1/3 Bogensekunde pro Jahr wird als
Geschwindigkeit angegeben, was bei 200 Lichtjahren Entfernung
und im langsamsten Fall, einer Geschwindigkeit von annähernd
87 km/s oder 313.000 km/h entspräche. Behält der
Stern seine Richtung bei, so wird er in etwa 300.000 Jahren, in
der sicheren Distanz von 170 Lichtjahren an der Erde
vorbeiziehen.
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Das Gewicht eines Kubikzentimeters dieses
Sterns soll 1012kg/cm³ oder eine Milliarde
Tonnen pro Kubikzentimeter betragen. Das Traumschiff Queen Mary
II soll 150.000 Tonnen wiegen. Es würde sich in diesem
Würfel von 1cm Kantenlänge, mehr als 6600 mal
wiederfinden.
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