HH 34 |  Herbig Haro Protostern

© 17.11.1999 VLT Kueyen + FORS2 / ESO
 

 
HH 34
RA: 05 35 30.96 Dec: -06 28 37.20 (J2000)
 
 
Protostern mit Jet
Sternbild:    Orion
 
 
Rotverschiebung:            -
Entfernung:           1.500 Lj
 
 
Durchmesser in arcmin:   -
Durchmesser:       -
 
 
Absolute Helligkeit:        -M
Scheinbare Helligkeit:     -m
 
 
Teleskop: VLT 8,2m
Jahr: 17.11.1999
 

 
 
 
 
Das Bild wurde mit Bezug zum Aladin Sky Atlas nach Norden ausgerichtet.
Die Angaben entsprechen der Nasa-MAST- oder NED- Datenbasis. Ho=74,2
 
 
 
 
 
Bemerkungen zum Bild: HH 34

Das Bild des Very Large Telelskops der Europäischen Südsternwarte zeigt eine entstehende Sonne mit der Bezeichnung Herbig Haro 34

Bei Herbig-Haro Objekten handelt es sich um sehr junge, noch in der Entstehung befindliche Sterne. Diese stoßen einen Teil der Materie, die wegen ihrer Massenanziehungskraft aus dem umgebenden Nebel auf sie hereinstürzt, wieder in das Weltall aus. Dies geschieht in Form scharf gebündelter, zweiseitiger Materiejets, die an den Polen der Protosterne austreten. In den Jets wird die Materie auf einige hundert km/s beschleunigt. Die Astronomen George Herbig und Guillermo Haro waren die ersten Astrophysiker, die sich mit diesem Ereignis beschäftigten und es beschrieben. Nach ihnen wurden die Sterne als Herbig Haro Sterne benannt.

Das obige Bild wurden am 2.und 6.Nov 1999 mit dem 8,2m Großteleskop Kueyen (Mond) der Europäischen Südsternwarte (ESO) aufgenommen. HH 34 ist ein junger Protostern mit einem gut zu erkennenden, zweiseitigen Materiejet, der wie ein Maschinengewehr, verdichtete Gasblasen in die umgebende Materie hinausjagt. Die Geschwindigkeit der Gase beträgt nahezu 250km/s. Die Blasen (im Bild weisse Pünktchen im roten Jet) scheinen zu entstehen, wenn dicke Gasklumpen, aus der den Stern äquatorial umgebenden Materiescheibe, herniederstürzen, um dann teilweise, durch die Wirkung starker Magnetfelder, in den Sog der Jets zu geraten. Die Enden der Jets werden durch zwei gelblich-grüne Gaskappen markiert. HH 34 liegt in der Nähe des Großen Orionnebels, etwa 1.500 Lichtjahre von der Erde entfernt. Was es mit der Struktur auf sich hat, die wie ein Wasserfall aussieht, konnten die Astrophysiker bisher mit erklären.



NGC 1999 liegt im Orion-A Komplex, in dem sich noch weitere Objekte befinden. Die Vergrößerung des obigen Bildes verschafft eine Übersicht.

 

Mehr über Sterne im Menüpunkt:
Universum: Sterne, ihre Entstehung, ihre Kinderstube, ihr Ende


siehe auch: Das Sternbild Orion

 
Hilfsmittel
 

Astro.GoBlack.de