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- Das Bild zeigt den Roten Zwergstern
Gliese 581. Wie die Europäische Südsternwarte (ESO)
am 25.04.2007 bekannt gab umkreist ihn ein nahezu erdähnlicher
Planet, auf dem es nach theoretischen Erwägungen auch
Wasser geben könnte.
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- Gliese 581 trägt den Namen des
deutschen Astronomen Wilhelm Gliese (1915-1993), der diesen
Roten Zwerg als 581 Stern in seinem 'Katalog naher Sterne', die
nicht weiter als 81,5 LJ=25PC entfernt sind, nennt. Erstmals
aufgeführt wird der Stern jedoch bereits 1863 in dem
BD-Katalog des preussischen Astronomen Friedrich Wilhelm August
Argelander. Gliese 581 ist einer der 100 nächsten Sterne
zur Sonne (von denen etwa 80% zum Typ Roter Zwerge gehören),
wobei Rote Zwerge kleine Sterne sind, die nicht so heiss werden
wie die Sonne, in denen aber noch immer und anders als bei
Braunen Zwergen, eine Wasserstofffusion abläuft. Gliese
581 soll etwa 1/3 der Sonnenmasse besitzen.
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- Gliese 581 geriet schon im Jahr 2005
in die Schlagzeilen, als bei ihm ein Planeten von der Grösse
des Sonnenplaneten Neptun gefunden wurde. Man nimmt an, dass es
sich bei diesem um einen Gasplaneten handelt, dessen
Oberflächentemperatur bei 150°C liegt. Er erhielt die
Bezeichnung Gliese 581b. Jetzt konnten zwei weitere Planeten
entdeckt werden, welche die Bezeichnungen c und d erhielten,
wobei die Messungen zu Gliese 581d noch nicht abgeschlossen
sind.
- Von diesen beiden neu gefundenen
Planeten sticht Gliese 581c hervor. Messungen ergaben, dass er
einen Durchmesser besitzt, der nur 1½ mal so goss ist
wie der Durchmesser der Erde. Damit wird angenommen, dass es
sich bei ihm um einen Gesteinsplaneten handelt, der etwa die
fünf fache Masse der Erde besitzt. Theoretische
Berechnungen ergeben überdies, dass seine
Oberflächentemperatur im Bereich zwischen 0°C und 40°C
liegen müsste. Das würde bedeuten, dass es auf Gliese
581c Wasser geben kann, und hiermit bestände die
Möglichkeit, dass sich auf diesem Planeten das entwickelt
hat, was wir Leben nennen.
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- Natürlich konnte bisher kein
Mensch einen dieser drei Planeten sehen. Zwar ist der Stern
Gliese 581 etwa 50 mal leuchtschwächer als die Sonne, so
dass man ihn nur mit einem Teleskop sieht, andererseits ist er
noch immer genügend hell und gross, dass kleine Körper
wie es Planeten nun einmal sind, von ihm auf Bildern
überstrahlt werden. Dies gilt im Besonderen dann, wenn
sich Planeten nahe bei ihrer Sonne aufhalten und das ist hier
der Fall. Gliese 581b besitzt einen Abstand von 0,041 AE zu
seiner Sonne und umrundet diese in nur 5,366 Tagen. Gliese 581c
ist mit 0,073 AE etwas weiter entfernt und benötigt für
eine Umrundung 13 Tage. Bei Gliese 581d geht man von 0,25 AE
und 84 Tagen aus. Dabei entspricht 1AE (Astronomische Einheit)
dem Abstand der Erde von der Sonne, den alle drei Planeten
unterschreiten. Dass es ihnen trotz dieser Nähe nicht zu
heiss wird liegt an der bereits angesprochenen, niedrigen
Temperatur ihrer Sonne.
Gefunden wurden die Planeten durch sehr
genaue Messungen des Bahnverlaufs von Gliese 581 mit einem
Instrument der ESO, welches sich HARPS (High Accuracy Radial
Velocity for Planetary Searcher) nennt. Hierbei verraten sich
die Planeten durch Störungen, die sie bei ihren Umläufen
um die Muttersonnen, deren Bewegungsablauf verpassen. |
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