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- Dieses Bild des Hubble
Weltraumteleskops aus dem Jahr 1995 zeigt einen Stern, der eine
bisher nicht beobachtete Masse besitzt. Er befindet sich im
Sternbild des Schützen, also in der Hauptebene der
Milchstrasse und wird deswegen von den dortigen Staubmassen so
weit abgedunkelt, dass er bisher zu keinem, in besonderer Weise
auffallenden Objekt wurde. Die Absorption seines Lichtes ist so
stark, dass nur jedem Billionsten (1012) Photon der
Weg zur Erde gelingt. Dass der Stern einen ihn umgebenden Nebel
besitzt, weiss man seit Anfang der 90iger Jahre, aber erst
jetzt konnte er mit der Infrarotkamera des Weltraumteleskops
fotografisch aufgezeichnet werden. Seinen Namen Pistol
(Pistolenstern) erhielt er wegen dieses Nebels, in dem einige
Beobachter die 'Schmauchwolken', nach einem Pistolenschuss
erkennen.
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Der Stern verstrahlt eine Energie, die um
das Zehnmillionenfache grösser ist als die der Sonne. Sein
Radius ist schon jetzt, während seines Normalzustandes,
grösser als es die Entfernung von der Sonne zu der Erde
ist und die Menge seiner anfänglichen Materie war
vermutlich grösser als 200 Sonnenmassen. Der Stern stösst
in Perioden Materiewolken von sich ab. Sie umgeben ihn im Bild
als rote Wolke. Die Wolke besteht vorwiegend aus ionisiertem
Wasserstoff und aufgrund ihrer Struktur wird vermutet, dass das
Gas in zwei Perioden, vor 6.000 und 4.000 Jahren, abgestossen
wurde. Der Durchmesser der Gaswolke beträgt etwa 4 - 4,5
Lichtjahre. Das entspricht in etwa der Entfernung von der Sonne
bis zu ihrem nächsten Nachbarstern Alpha Centauri. Die
abgestossene Gasmenge wird mit etwa 10 Sonnenmassen beziffert.
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Massereiche Sterne leben relativ kurz.
Wegen der überaus grossen Gravitationskräfte in ihrem
Inneren verschmelzen sie den verfügbaren Wasserstoff
alsbald zu Helium, dem weitere chemische Elemente bis hin zum
Eisen folgen. Je grösser die den Stern zusammenziehenden
Kräfte sind, desto schneller geht dieser Prozess
vonstatten. Das Alter des Pistol-Sterns wird auf 1 bis 3
Millionen Jahre geschätzt und man vermutet, dass er
spätestens nach weiteren 3 Millionen Jahren in Form einer
spektakulären Supernova enden wird. Je kleiner der Stern
ist, desto grösser ist seine Lebenserwartung. Bei der
Sonne sind dies etwa 10.000 Millionen Jahre.
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Die Entdeckung des Pistol-Sterns
begeistert die Astowissenschaftler. Sterne mit sehr grossen
Massen sind selten und in der Nachbarschaft der Sonne nicht
aufzufinden. Andererseits gibt es im nahen Umfeld der Sonne,
die rätselhaften Wolf-Rayet-Sterne mit vergleichsweise
geringen Massen. Sie besitzen trotz ihrer geringen Materiemenge
Gashüllen, die sie nach den Annahmen der Astophysiker
selber erzeugt haben. Man hofft nun in dem Pistolenstern das
fehlende Glied zur Erklärung der Vorgänge bei den
Wolf-Rayet-Sternen gefunden zu haben. Bei ihm geht man nach dem
bisher Gesehenen davon aus, dass er am Ende seines Lebens nur
noch aus 10 Sonnenmassen besteht, da man annimmt, dass er den
Rest seiner Materie in der Form von Gaswolken in das All
schleudern wird. Wenn diese Theorie stimmt, entspräche er
irgendwann einem Wolf-Rayet-Stern, womit deren Entstehung
erklärt wäre.
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Den Grund für das Abstossen der
Gashüllen sehen die Astrophysiker in Störungen des
Energieflusses im Inneren des Sterns. Sterne halten sich im
Gleichgewicht, indem sie dem gravitativ bedingten, nach innen
wirkenden Druck, den nach aussengerichteten Druck ihrer
Wärmestrahlung entgegensetzen. Über weite Zeiträume
ist dieses Gleichgewicht stabil, jedoch scheinen bereits
geringe Störungen im Energiefluss der Wärmestrahlung,
zu enormen Überreaktionen zu führen. Etwa so wie bei
den 'Gleichgewichtsstörungen' eines Geysirs, bei dem
geringe Druckverluste durch Wasser, welches zunächst
kochend aus dem Schlot herausgespritzt wird, letztendlich zu
seiner Fontaine führen. Dass schon kleine Sterne nicht
ideal und gleichmässig brennen, ist von den Ausbrüchen
der Sonne her bekannt.
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Aus der Entdeckung des Pistol-Sterns im
Innenbereich der Milchstrasse, vermuten die Astrophysiker
zudem, dass die Bedingungen dort die Bildung grosser Sterne
eher begünstigen, als es in ihren Aussenbezirken der Fall
ist.
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(Nun gut, wir wünschen den
Astrophysikern, dass sie die nächsten 3 Millionen Jahre
überleben werden)
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