Gliese 229a Sonne mit Braunem Zwerg



                                           im Sternbild: Hase














 

© NASA, HST

 




 

 

 


Katalog Nr:

Himmel

Sternbild

Koordinaten

HD 42581

süd

Lepus

06h 10' 34,62“

-21° 51' 52,7“


alternativ

Abs.Helligkeit

Scheinb.Helligkeit

Entfernung

Durchmesser

Gliese 229a

-

-

19 Lj

-









Bemerkung zum Bild: Gliese 229a



Das obige Bild des Hubble Weltraumteleskops (HST) zeigt einen Braunen Zwerg (kleiner weißer Punkt) mit dem Namen Gliese 229b. Der grosse Nachbarstern trägt die Bezeichnung Gliese 229a. Beide befinden sich mit 19 Lichtjahren Entfernung im Sternbild Hase.

Braune Zwerge sind verhinderte Sonnen, die mangels Masse die 1H Wasserstoff-Kernverschmelzung nicht starten konnten. Hierzu ist nach theoretischen Berechnungen, eine Mindestmasse von etwa 7%-8% der Masse unserer Sonne notwendig, was etwa 60 bis 80 Jupitermassen entspräche. Sind mehr als 15 Jupitermassen vorhanden so kann der Himmelskörper zwar das vorhandene Deuterium, also den schweren Wasserstoff, 2H der ein Neutron enthält, zu Helium verschmelzen, allerdings ist relativ wenig Deuterium im Raum verfügbar und zum Anderen ergibt sich aus der Kernfusion von Deuterium nicht so viel Energie wie bei der Wasserstofffusion. Solche Quasisterne, eben die Braunen Zwerge, glimmen eine kurze Zeitdauer bei Temperaturen um 2000°C, um dann als Wasserstoffballons den Rest ihrer Zeit zu überdauern. So gesehen kann man Braunen Zwergen durchaus eine Art Planeteneigenschaft zuweisen.
Gliese 229b ist ein solcher Brauner Zwerg der etwa 20-50 mal mehr Masse als Jupiter besitzt und seine Entdecker bezeichnen ihn als Planeten der Sonne Gliese 229a. Wegen der Deuteriumfusion ist er heisser als Jupiter und auch ein wenig grösser. Damit ist er von einer Beschaffenheit, wie wir sie in unserem Planetensystem nicht kennen. Andererseits ist seine Leuchtkraft um das 100.000fache geringer als die der Sonne und sein Spektrum entspricht dem eines Gasplaneten. So weist dieses auf das Vorhandensein von Methangas hin, welches in Sonnen bisher nicht nachgewiesen wurde, dafür aber in den Gasplaneten unseres Sonnensystems.

Gliese 229b besitzt eine Oberflächentemperatur von 700°C und die geringste Masse aller bisherigen Kandidaten für Braune Zwerge. Diese lagen mit knapp 8% Sonnenmasse, alle an der theoretischen Massegrenze zur einer 'echten' Sonne. Die Entfernung von Gliese 229b zu seiner Sonne Gliese 229a ist mit etwa 5 Milliarden km gering. Sie entspricht in etwa der Entfernung Sonne-Pluto.

Gliese 229b wurde im Oktober 1994 erstmals von den Astronomen Kulkarni, Tadashi Nakajima, Keith Matthews, Ben Oppenheimer, und Johns Hopkins, sowie den Wissenschaftlern Sam Durrance and David Golimowski entdeckt. Es folgten im Jahr 1995 weitere Untersuchungen, die sicherstellten, dass Gliese 229a und 229b ein System bilden und weitere sechs Monate später stand die Entfernung zu beiden fest. Nun sollen die genauen Daten der Umlaufbahn festgestellt werden. Erweitert man die Definition dessen was man als Planet bezeichnen will auf Braune Zwerge, so ist Gliese 229b der erste Planet der fotografiert wurde. Insgesamt werden im Jahr 2003, etwa 30 Planeten bei diversen Sternen vermutet. Von diesen existieren jedoch keine Bilder, denn sie können nur indirekt durch Taumelbewegungen der zugehörigen Sonnen nachgewiesen werden.






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