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- Das obige Bild des Hubble
Weltraumteleskops (HST) zeigt einen Braunen Zwerg (kleiner
weißer Punkt) mit dem Namen Gliese 229b. Der grosse
Nachbarstern trägt die Bezeichnung Gliese 229a. Beide
befinden sich mit 19 Lichtjahren Entfernung im Sternbild Hase.
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Braune Zwerge sind verhinderte Sonnen,
die mangels Masse die 1H
Wasserstoff-Kernverschmelzung nicht starten konnten. Hierzu ist
nach theoretischen Berechnungen, eine Mindestmasse von etwa
7%-8% der Masse unserer Sonne notwendig, was etwa 60 bis 80
Jupitermassen entspräche. Sind mehr als 15 Jupitermassen
vorhanden so kann der Himmelskörper zwar das vorhandene
Deuterium, also den schweren Wasserstoff, 2H der ein
Neutron enthält, zu Helium verschmelzen, allerdings ist
relativ wenig Deuterium im Raum verfügbar und zum Anderen
ergibt sich aus der Kernfusion von Deuterium nicht so viel
Energie wie bei der Wasserstofffusion. Solche Quasisterne, eben
die Braunen Zwerge, glimmen eine kurze Zeitdauer bei
Temperaturen um 2000°C, um dann als Wasserstoffballons den
Rest ihrer Zeit zu überdauern. So gesehen kann man Braunen
Zwergen durchaus eine Art Planeteneigenschaft zuweisen.
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Gliese 229b ist ein solcher Brauner Zwerg
der etwa 20-50 mal mehr Masse als Jupiter besitzt und seine
Entdecker bezeichnen ihn als Planeten der Sonne Gliese 229a.
Wegen der Deuteriumfusion ist er heisser als Jupiter und auch
ein wenig grösser. Damit ist er von einer Beschaffenheit,
wie wir sie in unserem Planetensystem nicht kennen.
Andererseits ist seine Leuchtkraft um das 100.000fache geringer
als die der Sonne und sein Spektrum entspricht dem eines
Gasplaneten. So weist dieses auf das Vorhandensein von
Methangas hin, welches in Sonnen bisher nicht nachgewiesen
wurde, dafür aber in den Gasplaneten unseres
Sonnensystems.
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Gliese 229b besitzt eine
Oberflächentemperatur von 700°C und die geringste
Masse aller bisherigen Kandidaten für Braune Zwerge. Diese
lagen mit knapp 8% Sonnenmasse, alle an der theoretischen
Massegrenze zur einer 'echten' Sonne. Die Entfernung von Gliese
229b zu seiner Sonne Gliese 229a ist mit etwa 5 Milliarden km
gering. Sie entspricht in etwa der Entfernung Sonne-Pluto.
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Gliese 229b wurde im Oktober 1994
erstmals von den Astronomen Kulkarni, Tadashi Nakajima, Keith
Matthews, Ben Oppenheimer, und Johns Hopkins, sowie den
Wissenschaftlern Sam Durrance and David Golimowski entdeckt. Es
folgten im Jahr 1995 weitere Untersuchungen, die
sicherstellten, dass Gliese 229a und 229b ein System bilden und
weitere sechs Monate später stand die Entfernung zu beiden
fest. Nun sollen die genauen Daten der Umlaufbahn festgestellt
werden. Erweitert man die Definition dessen was man als Planet
bezeichnen will auf Braune Zwerge, so ist Gliese 229b der erste
Planet der fotografiert wurde. Insgesamt werden im Jahr 2003,
etwa 30 Planeten bei diversen Sternen vermutet. Von diesen
existieren jedoch keine Bilder, denn sie können nur
indirekt durch Taumelbewegungen der zugehörigen Sonnen
nachgewiesen werden.
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