2M1207 Brauner Zwerg mit einem Planeten



                                           im Sternbild: Wasserschlange














 

© ESO, Yepun 

 


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Katalog Nr:

Himmel

Sternbild

Koordinaten

2M1207

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Hydra

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alternativ

Abs.Helligkeit

Scheinb.Helligkeit

Entfernung

Durchmesser

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190 Lj

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Bemerkungen zum Bild: 2M1207



Wenn die Vermutungen der Astronomen stimmen, dann ist dieses Bild aus dem Jahr 2005 ein weiteres von denen, welche erstmals einen Stern mit einem Planeten zeigen. Nun gut, es soll sich hier um einen 'echten' Planeten handeln, leider ist die Sonne nur halbecht.
Aber es ist noch Vorsicht angesagt. In den letzten Jahren wurden schon viele Sonnen gefunden, aus deren Bewegungen darauf geschlossen werden kann, dass um sie herum Planeten kreisen. Dabei versteht man unter einem Planeten einen kleinen Himmelskörper, der aufgrund seiner vergleichsweise geringen Masse keine Kernfusion zünden konnte. Dieser Zustand tritt nach theoretischen Erwägungen erst bei etwa 15 Jupitermassen ein, wobei dann jedoch erst die Fusion von Deuterium (2H -schwerem Wasserstoff) beginnt. Diese ist nicht so energiereich wie die des normalen Wasserstoffs (1H), doch für sie muss der Körper etwa 8% der Sonnenmasse, also etwa 80 Jupitermassen besitzen. Sterne die Deuterium verbrennen werden Braune Zwerge (Brown Dwarf) genannt.
Trotz der oben angesprochenen messtechnischen Nachweise von Planeten, konnte aufgrund der sehr schwierigen optischen Bedingungen bisher keiner der vermuteten Planeten sichtbar erfasst werden. Möglicherweise ist dies mit dem obigen Bild gelungen.

Das Bild zeigt blau leuchtend den Stern 2M1207a, zu dem keine Koordinaten bekannt sind. Bei ihm soll es sich gesicherter Weise, um einen noch jungen Braunen Zwerg handeln. Solche Sterne sind recht massearme Sonnen, bei denen wie gesagt keine normale Wasserstofffusion auftritt, die aber über eine Zeit Deuterium fusionieren können. Diese Fusion reicht für einen kurzen Zeitraum, um den Himmelkörper zu einer Quasi-Sonne zu machen, bei der die Oberfläche etwa 2000°C heiss wird. Hernach kühlen die Braunen Zwerge ab, wie etwa Gliese 229b, werden zu dunklen Wasserstoffballons und verschwinden hernach zunehmend aus den Teleskopen.
Das zweite, rötlich leuchtende Objekt könnte ein echter Planet sein. Erstmals öffentlich vorgestellt wurde er im September 2004, doch zunächst traten in den Kreisen der Astronomen Zweifel auf, ob es sich bei 2M1207b nicht um einen weit entfernten Hintergrundstern handeln könnte. Weitere Beobachtungen im Mai 2005 und nach einem Jahr Beobachtungszeit insgesamt, zeigten jedoch, dass sich beide Objekte miteinander durch den Raum bewegen, was bei einem Hintergrundstern sehr unwahrscheinlich wäre. So schloss man, dass die beiden Objekte durch Gravitation aneinander gebunden sind. Dann allerdings würde es sich bei dem 100 mal dunkleren Begleiter um einen Planeten handeln, der etwa die fünffache Masse des Jupiters besitzt. Sein Abstand zu dem Braunen Zwerg wird mit 45-50AE angegeben, womit er 45 bis 50 mal weiter von seiner Sonne entfernt wäre, wie die Erde zu ihrer.
Es bedarf weiterer Beobachtungen, um letzte Unsicherheiten auszuräumen. Das Bild wurde mit dem 8m Spiegel des Yepun-Teleskops der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile aufgenommen.
Denkt man die vorliegende Geschichte weiter fort in die Zukunft, so wird in einigen tausend Jahren der Braune Zwerg ebenfalls abgekühlt sein, und sich zu einem Wasserstoffballon degeneriert haben. Nach der heutigen Definition des Begriffs Planet würden sich dann also zwei einsame Planeten ohne Sonne im Weltall befinden, die einander umkreisen. Auch so etwas kann es also geben, nur wie heissen die Dinger dann? Planeten können es nach der Definition nicht sein. Die benötigen eine Sonne.






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