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- Wenn die Vermutungen der Astronomen
stimmen, dann ist dieses Bild aus dem Jahr 2005 ein weiteres
von denen, welche erstmals einen Stern mit einem Planeten
zeigen. Nun gut, es soll sich hier um einen 'echten' Planeten
handeln, leider ist die Sonne nur halbecht.
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Aber es ist noch Vorsicht angesagt. In
den letzten Jahren wurden schon viele Sonnen gefunden, aus
deren Bewegungen darauf geschlossen werden kann, dass um sie
herum Planeten kreisen. Dabei versteht man unter einem Planeten
einen kleinen Himmelskörper, der aufgrund seiner
vergleichsweise geringen Masse keine Kernfusion zünden
konnte. Dieser Zustand tritt nach theoretischen Erwägungen
erst bei etwa 15 Jupitermassen ein, wobei dann jedoch erst die
Fusion von Deuterium (2H -schwerem Wasserstoff)
beginnt. Diese ist nicht so energiereich wie die des normalen
Wasserstoffs (1H), doch für sie muss der Körper
etwa 8% der Sonnenmasse, also etwa 80 Jupitermassen besitzen.
Sterne die Deuterium verbrennen werden Braune Zwerge (Brown
Dwarf) genannt.
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Trotz der oben angesprochenen
messtechnischen Nachweise von Planeten, konnte aufgrund der
sehr schwierigen optischen Bedingungen bisher keiner der
vermuteten Planeten sichtbar erfasst werden. Möglicherweise
ist dies mit dem obigen Bild gelungen.
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Das Bild zeigt blau leuchtend den Stern
2M1207a, zu dem keine Koordinaten bekannt sind. Bei ihm soll es
sich gesicherter Weise, um einen noch jungen Braunen Zwerg
handeln. Solche Sterne sind recht massearme Sonnen, bei denen
wie gesagt keine normale Wasserstofffusion auftritt, die aber
über eine Zeit Deuterium fusionieren können. Diese
Fusion reicht für einen kurzen Zeitraum, um den
Himmelkörper zu einer Quasi-Sonne zu machen, bei der die
Oberfläche etwa 2000°C heiss wird. Hernach kühlen
die Braunen Zwerge ab, wie etwa Gliese 229b, werden zu dunklen
Wasserstoffballons und verschwinden hernach zunehmend aus den
Teleskopen.
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Das zweite, rötlich leuchtende
Objekt könnte ein echter Planet sein. Erstmals öffentlich
vorgestellt wurde er im September 2004, doch zunächst
traten in den Kreisen der Astronomen Zweifel auf, ob es sich
bei 2M1207b nicht um einen weit entfernten Hintergrundstern
handeln könnte. Weitere Beobachtungen im Mai 2005 und nach
einem Jahr Beobachtungszeit insgesamt, zeigten jedoch, dass
sich beide Objekte miteinander durch den Raum bewegen, was bei
einem Hintergrundstern sehr unwahrscheinlich wäre. So
schloss man, dass die beiden Objekte durch Gravitation
aneinander gebunden sind. Dann allerdings würde es sich
bei dem 100 mal dunkleren Begleiter um einen Planeten handeln,
der etwa die fünffache Masse des Jupiters besitzt. Sein
Abstand zu dem Braunen Zwerg wird mit 45-50AE angegeben, womit
er 45 bis 50 mal weiter von seiner Sonne entfernt wäre,
wie die Erde zu ihrer.
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Es bedarf weiterer Beobachtungen, um
letzte Unsicherheiten auszuräumen. Das Bild wurde mit dem
8m Spiegel des Yepun-Teleskops der Europäischen
Südsternwarte (ESO) in Chile aufgenommen.
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Denkt man die vorliegende Geschichte
weiter fort in die Zukunft, so wird in einigen tausend Jahren
der Braune Zwerg ebenfalls abgekühlt sein, und sich zu
einem Wasserstoffballon degeneriert haben. Nach der heutigen
Definition des Begriffs Planet würden sich dann also zwei
einsame Planeten ohne Sonne im Weltall befinden, die einander
umkreisen. Auch so etwas kann es also geben, nur wie heissen
die Dinger dann? Planeten können es nach der Definition
nicht sein. Die benötigen eine Sonne.
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