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Am 01.Mai 1998 wurde das erste von 4 VLT's, was very large telescope oder sehr grosses Fernrohr bedeutet, von der ESO, der Europäische Südsternwarte, auf dem Cerro Paranal in der Atacama-Wüste in Nordchile in Betrieb genommen und am 01.März 1999 folgte der zweite Spiegel. Bis zum Jahr 2002 wurden alle vier Grossteleskope mit den Namen Antu (Sonne), Kueyen (Mond), Melipa (Kreuz des Südens), und Yepun (Sirius) fertiggestellt. Durch das computergesteuerte Zusammenschalten aller vier Teleskope erhält man eine optisch wirksame Fläche, die der eines 16m Teleskops entspricht. Mit weiteren Hilfseinrichtungen wird auch das Auflösungsvermögen des zusammengeschalteten Teleskops vergrößert. Man erreicht so Trennschärfen von wenigen Millibogensekunden, die in bestimmten Wellenbereichen die Qualität des Hubble Weltraum Teleskops erreichen.
Das VLT-Teleskop des ESO auf dem Cerra Alto in Chile. Das größte Problem beim Bau von großen Teleskopen ist das Maß des Primärspiegels. Er verbiegt sich irgendwann unter der tonnenschweren Last seines eigenen Gewichts und kann nur noch mit viel Aufwand und ohne Ruckelbewegungen den fixierten und dahinrasenden Sternen nachgeführt werden. Es werden riesige Kuppelbauten benötigt. Ein zweites Problem ist die Unruhe der Luft in der Erdatmosphäre. Sie beeinträchtigt das Auflösungsvermögen der Optik durch ihr Flimmern und den enthaltenen Staub. Das Objektiv Der Durchmesser des Hauptspiegels, der die Frontöffnung eines Teleskops (den Objektivdurchmesser) bestimmt, ist entscheidend für seine lichtsammelnde Wirkung. Diese steigt mit dem Quadrat des Objektivdurchmessers. Nimmt man eine Pupillenöffnung von ca.5mm beim menschlichen Augen an, so kann man schon mit einem Fernrohr von 5cm Objektivdurchmesser, 100 mal schwächere Sterne sehen, als mit dem blossen Auge. Bei einer 500cm - Öffnung erreicht die Lichtverstärkung bereits das 1Mio-fache. Man kann also weit außerhalb der menschlichen Wahrnehmung liegende Objekte erkennen. Auch die Trennung zweier dicht nebeneinander liegender Punkte verbessert sich mit der Vergrößerung des Objektivdurchmessers. Das menschliche Auge kann zwei Punkte voneinander unterscheiden, wenn sie mehr als 24 Bogensekunden voneinander getrennt sind. Bei einem Objektiv mit einem Durchmesser von 5cm dürfen die Punkte schon auf eine Entfernung von 2,4 Bogensekunden zusammenrücken und bei dem 5m-Objektiv sollten noch Punkte mit einem Abstand von 0,024 Bogensekunden trennbar sein. Jedoch machen hier die Luftturbulenzen einen Strich durch die Rechnung. Das zwischen 1948 bis 1978 weltgrößte 5m Teleskop auf dem Mont Palomar erreichte selten eine Trennschärfe unter 1 Bogensekunde und dem bis Mitte der 80er Jahre größten 6m Teleskop in Selentschukskaja, Sowetunion, dürfte es kaum besser gegangen sein. Erst die Mitte der 80er gebauten und computergesteuerten 10m Keck-Teleskope auf dem Mauna Kea, Hawaii, konnten eine Auflösung von 0,1 Bogensekunden erzielen (theoretischer Wert 0,012) .. da war das Hubble Space Teleskop mit theoretischen und echt erreichten 0,05 Bogensekunden doch besser dran. |
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Abstand, in dem zwei Punkte bei mit einer Distanz von 2m noch auflösbar sind |
theoretische Winkelöffnung und Entfernung |
erreichte Winkelöffnung und Entfernung |
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menschliches Auge |
24 |
17km |
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5cm Teleskop |
2,4 |
170km |
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2,40m Teleskop (Hubble) |
0,05 |
8.500km |
0,05 |
8.500km |
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5m Teleskop (M.Paloma) |
0,024 |
17.000km |
1 |
412km |
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10m Teleskop (M.Kea) |
0,012 |
34.000km |
0,1 |
4.120km |
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8,2m Teleskop (1*VLT) |
0,015 |
27.200km |
0,2 |
2.060km |
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16m Teleskop (4*VLT) |
0,0075 |
54.000km |
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Die Tabelle geht von zwei Lichtquellen aus, die genügend hell, in zwei Metern Abstand zueinander angebracht sind. (Zwei Autoscheinwerfer). Der theoretische Wert wird wegen der atmosphärischen Luftunruhe nur beim Hubble Weltraum Teleskop erreicht. Hier ist er durch technische Hilfsmittel sogar noch etwas größer und liegt etwa bei 0,034 |
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Dieses Bild aus dem Jahr 1999 zeigt den Gipfel des Mauna Kea Vulkans auf Hawaii. Hier haben die in der Astronomie führenden Staaten, ihre Teleskope aufgebaut. In der Bildmitte sind die weißen Kuppeln der Keck Teleskope zu sehen, daneben das gerade errichtete Surabu 8,3m Teleskop der Japaner. |
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2005: Die ESO möchte mit dem Bau eines Radioteleskops auf einem 5000m hohen Plateau in der chilenischen Atakamawüste beginnen. Dieses Teleskop soll aus 64 fahrbaren Empfangsantennen mit je 12m Durchmesser bestehen. Es soll den Namen 'Alma' erhalten, was Atacama Large Millimeter Array bedeutet. Anfang 2009 ist zu lesen, dass sich dieses Instrument im Bau befindet. Es soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 in Betrieb gehen. |
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| Zukunft, das ELT Aufbauend auf dem Prinzip der interferometrischen Kopplung des VLT, bei der vier Spiegel über einen Computer zu einem Teleskop zusammengefasst werden, wollte die ESO etwa 2010 mit dem Bau eines erdgebundenen 100m Spiegelteleskops beginnen, dessen Name 'OWL' (Eule) oder Overwhelmingly Large Teleskope gewesen wäre. Diese Idee wurde bereits im Jahr 2005, vermutlich wegen der Baukosten von 1 Mrd. Euro) aufgegeben. Heraus kam folgend der Vorschlag zum Bau eines erdgebundenen ELT (Extremely Large Telescopes) mit einem Primärspiegel von 42m im Durchmesser. Dessen Standort wurde am 26.04.2010 mit dem Cerro Armazones einem 3060m hohen Berg in der Atacamawüste von Chile festgelegt. Er liegt etwa 20km von dem VLT entfernt. Als Planung für die Fertigstellung wird das Jahr 2018 genannt. | ||
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