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Sterne:
Ihre Entstehung
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- Sterne sind grosse Gaskörper, die Energie durch
Kernfusion in ihrem Zentrum erzeugen. Hier sind der Druck und
die Temperatur hoch genug, um Wasserstoffatome zu Helium zu
verschmelzen, was enorme Energiemengen in Form von Wärme
und anderen Energievarianten freisetzt.
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- Das Bild zeigt die zwei Galaxien NGC
3314, von denen die Vordere durch das Licht der
Dahinterliegenden durchleuchtet wird. Es lassen sich unschwer
die enormen Mengen des sonst nicht sichtbaren Dunkelstaubes
erkennen, die innerhalb der vorderen Galaxie enthalten sind.
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Bilder
aus dem Weltall lassen oft den Eindruck graziöser Ruhe
entstehen. Nichts verändert sich, alles ist still. Dieser
Eindruck täuscht. Hier toben Stürme der Veränderung
mit einer Heftigkeit, gegen die ein irdischer Tornado fast
Windstille bedeutet. Windgeschwindigkeiten bis nahe an die
Lichtgeschwindigkeit nehmen wir nur deswegen nicht wahr, weil es
eben doch 5.000 Jahre braucht, bis dieser Wind, die
vergleichsweise geringe kosmische Entfernung von 5.000
Lichtjahren oder 47.303.652.362.903.990km ~ 47 Billiarden
Kilometer durchweht hat und während unserer kurzen
Lebenszeit hat sich da eben nicht so viel getan. In 76
Lebensjahren eines Menschen, käme der Wind eben auch nur 76
Lichtjahre weit, wenn er denn Lichtgeschwindigkeit besitzen
würde. Ist er langsamer, braucht er eben länger. Bei
dieser Betrachtung sollte zudem berücksichtigt werden, dass
bei Lichtgeschwindigkeit von der Überbrückung von
1.079.252.849 km pro Stunde ausgegangen wird und nicht von den
lächerlichen 200-300 km pro Stunde, die ein irdischer Strum
erreicht. |
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Wie
das obige Bild zeigt ist der Weltraum angefüllt mit riesigen
Mengen Wasserstoffgas und molekularem Staub. Dieser Staub wird
von Gravitations- und Magnetfeldern sowie von Schockfronten, die
aus Explosionen und Zusammenstössen herrühren,
durchdrungen. Sie mischen also das Gas und den Staub im Sinn des
Wortes auf, wirbeln ihn durcheinander. Unter der Einwirkung
dieser Kräfte können lokale Verdichtungen entstehen,
die unter ihrer eigenen Schwerkraft zusammenkleben und den Keim
eines neuen Sterns legen. Innerhalb einer solchen Wolke geschieht
dies nicht nur einmal sondern die Erfahrung spricht dafür,
dass gleich mehrere hundert oder tausen solcher Keime entstehen. |
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- An diese Verdichtungen, die anfänglich
nur aus weniger als 10 Atomen pro Kubikzentimeter bestehen,
lagert sich im Lauf der Zeit, wegen der nun grösser
gewordenen Schwerkraft weiterer Wasserstoff an, bis riesige
Gasballons entstanden sind. Im Inneren der Ballons erhöht
sich dadurch der Druck und erhitzt die zusammengequetschten
Gase. Astronomen sprechen nun von einem Protostern. In ihm
halten sich zunächst der Druck nach innen und die daraus
entstehende, nach außen strömende Wärme das
Gleichgewicht, so dass seine Oberflächentemperatur von
anfänglich 3K auf 1000K bis 4000K ansteigt. Abhängig
von der gesammelten Masse kann zweierlei geschehen.
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- Gasmassen die weniger als 8-9% der
Sonnenmasse in sich vereinigen, können den nuklearen
Kernprozess nicht zünden. Sie werden, zu sich langsam
abkühlenden Riesenplaneten. Jupiter und Saturn sind von
dieser Masse zwar um den Faktor 80 entfernt, aber sie
entsprechen solchen Wasserstoffballons die keine Sonnen wurden.
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- Im zweiten Fall, der erst in der
weiteren Folge von der Massenbetrachtung abhängig wird,
kommt es kurz vor dem Ende der Kontraktionsphase und mit dem
Beginn der Kernfusion zu einem plötzlichen Druck- und
Temperaturanstieg im Kern der Gasblase. Hierbei bläst die
nach außen fliehende Wärme, einen Teil der äußeren
Gashülle fort. Der Fusionsprozess hat gezündet. Die
Kerntemperatur ist auf etwa 15Mio Kelvin bei Sternen von
Sonnengrösse angestiegen. Die Atome im Zentrum sind so weit
zusammengedrückt und besitzen durch die Hitze eine derartig
grosse Bewegungsenergie, dass aus vier Wasserstoffatomen ein
Heliumatom entsteht (zwei Protonen, zwei Elektronen zwei
Neutronen). Hierbei verdichtet sich der Gasballon weiter und die
Gravitationskräfte werden grösser. Jedoch entsteht
durch die Verschmelzung der Wasserstoffatome zu Helium auch eine
riesige Menge an Wärme. Die Wärmeenergie strömt
nach aussen und wirkt der Gravitation entgegen. Sie bewahrt also
den Gasballon, der gerade zum Stern geworden ist, vor einem
weiteren Zusammenbruch. Bis allerdings ein Gleichgewichtszustand
zwischen Druck und Wärme gefunden wurde, schwingt der
Stern. Das heisst, er wechselt zwischen zu grosser Aufblähung
mit vermindertem Innendruck und zu grossem Innendruck und heftig
einsetzender Kernfusion.
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Irgendwann ist dieser Schwingungsprozess
so gedämpft, dass man von einem thermonuklearen
Gleichgewicht des Sterns spricht. Nun beginnt das eigentlich
Sternleben. Gleichmässig strahlt der Sonnenwind, das sind
in der Hitze zerlegte atomare Bausteine, in das umgebende All
und weht die letzten verbleibenden Reste der Entstehungsgaswolke
fort. Dieser Gleichgewichtszustand kann abhängig von der
gesammelten Masse, bei einem Stern von der Grösse der Sonne
etwa 10 Milliarden Jahre andauern.
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- Lebensdauer, Helligkeit, Temperatur,
und die Leuchtfarbe eines Sterns sind abhängig von der
Anfangsmasse die sich gesammelt hat. Unsere Sonne, ist ein
Beispiel für einen typischen Stern im mittleren Alter. Sie
ist ungefähr bei der Hälfte ihres Lebens angekommen.
Die meisten anderen Sterne dagegen besitzen nur 1/5 oder gar
1/10 ihrer Masse.
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Die Giganten unter den Sternen können
allerdings bis zu 700 mal mehr Masse als die Sonne besitzen.
Solche Sterne sind jedoch so kurzlebig, dass sie es nicht
schaffen den Gleichgewichtszustand zu erreichen. Durch ihren
hohen Innendruck entsteht so viel Wärme, dass ihre
Schwingungen extrem ausfallen. Noch bevor sich eine Beruhigung
einstellen kann, ist ihr Brennstoffvorrat verbraucht.
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- Zwischen den genannten Extremen spielt
sich die weitere Sternentwicklung ab. Bei einer Dichte von einer
Trillion bis hin zu einer Quatrillion von Atomen pro
Kubikzentimeter tobt die Kernfusion. Hat ein Stern etwa 10%
seines Wasserstoffvorrats nach Helium umgewandelt, reicht der
Druck in seinem Inneren nicht mehr aus um diese Art der
Kernfusion aufrecht zu erhalten. Mit abnehmender Wärmeproduktion
gewinnt die Gravitation Überhand und zieht den Stern weiter
zusammen. Druck und Temperatur steigen wieder. Nun kann die
Kernfusion schwerer Elemente folgen, wenn der Druck im Inneren
des Sterns genügend gross wird.
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Bei 100-200Mio Kelvin wird Helium zu
Kohlenstoff gebrannt, bei 800Mio Kelvin entstehen aus
Kohlenstoff, Neon und Magnesium, bei 1,5Mrd Kelvin wird aus
Sauerstoff Silizium und Schwefel und dann bei 3,5Mrd Kelvin wird
aus Silizium, Nickel. Wie weit diese Reihe der Fusionen geht,
hängt von der Gesamtmasse des Sterns ab. Sterne von der
Grösse der Sonne kommen allenfalls bis zur Fusion von
Kohlenstoff und Sauerstoff. Bei grossen Sternen können sich
mehrere Fusionsarten gleichzeitig abspielen, denn die Schichten
um den inneren Kern besitzen ja auch ein bestimmtes Temperatur-
Druckverhältnis.
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Das Element Eisen stellt bei der
Energieerzeugung den Endpunkt dar. Eisenatome besitzen pro
Kernbaustein die höchste Bindungsenergie. Das bedeutet, um
noch schwerere Elemente zu erbrüten, müsste der Stern
dem Fusionsprozess Energie zuführen und könnte keine
eigene Energie daraus gewinnen. Das geschieht zwar, denn sonst
wären die Elemente oberhalb vom Eisen nicht vorhanden,
dennoch bricht für den Stern spätestens nach der
Erstellung von Eisen jede Möglichkeit ab, durch weitere
Druck- und Temperaturerhöhung Energie für sich zu
gewinnen. Spätestens hier beginnt auch für die
grössten Sterne das Ende.
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