Astronomische Bilder






Im Bereich des sichtbaren Lichts kann man aus drei Graubildern, welche die Anteile des roten, gelbgrünen und des blauen Lichts aufgezeichnet haben, ein Farbbild erstellen. Wie beim RGB-Farbfernseher muss man diese Graubilder zunächst rot, grün und blau einfärben, dann übereinanderlagern und erhält ein Farbbild, das für unsere Augen, der echten Farbe des abgebildeten Objekts relativ gut entspricht.


 

 

 


  



Filter rot                                                          Filter grün





Filter blau



Das Beispiel zeigt drei gefilterte Aufnahmen des roten, des gelbgrünen und des blauen Lichtanteils eines Nebels, so wie sie von einem Teleskop erzeugt wurden.






 



eingefärbt rot                                            eingefärbt grün





eingefärbt blau


 

 

 


Nach dem Einfärben der Graubilder mit den Farben, deren Verteilung und Intensität sie ja darstellen, ergeben sich die obigen Bilder.


 

 

 


zusammengesetztes Bild



Werden alle drei Bilder übereinandergelagert, so erhält man ein farbiges Bild, in dem sich die Farbanteile der Ausgangsbilder zu weiteren Farben mischen.


 

 

 


Die Bilder der grossen Teleskope werden mit empfindlichen, elektronischen Kameras aufgezeichnet. Diese erzeugen keine Farbbilder, sondern solche in Graustufen. Da vor der Kamera ein Filter eingesetzt wurde entsprechen die Schattierungen dieser Bilder der Helligkeitsverteilung eines schmal begrenzten Wellenbandes der elektromagnetischen Wellen.

Zu den elektromagnetischen Wellen gehören auch die Wellen des sichtbaren Lichts. Neben diesen gibt es aber auch solche, die das menschliche Auge nicht wahrnimmt. Beispiele dafür sind das infrarote Licht, das auch als Wärmestrahlung bekannt ist, und das ultraviolette Licht. Elektronische Kameras können aber anders als das menschliche Auge auch von diesen elektromagnetischen Wellen Graubilder erzeugen. Deren Graufärbung zeigt wie beim sichtbare Licht, die Verteilung und Intensität dieser Wellen.

Falschfarbenbild
Benutzt man Graubilder von Wellenlängen, die das menschliche Auge nicht wahrnimmt, färbt diese rot, grüngelb und blau ein, und überlagert diese, so erhält man wieder ein Farbbild. Da dieses Bild nicht dem entspricht, was das menschliche Auge wahrnehmen würde, (im dümmsten Fall würde es das Objekt gar nicht sehen,) spricht man hier von einem Falschfarbenbild. Das obige Bild ist hierfür ein Beispiel.






Selbst bei den Echtfarbenbildern kann man sich fragen, ob sie dem entsprechen, was das menschliche Auge wahrnehmen würde. In aller Regel wohl nicht. Ein Grund liegt schon in der Lichtmenge die ein Teleskop im Gegensatz zum menschlichen Auge sammeln kann. So ist es dem Auge beispielsweise nicht möglich, über Stunden, das Licht eines bestimmten Himmelspunktes zu sammeln, um es dann, in einem Schlag, an das Gehirn weiterzuleiten. Elektronische Kameras können das aber. Auch in Bezug auf Kontrast und Abbildungsschärfe kann bei der Nachbehandlung eines digital erzeugten Bildes vieles geschehen, was dem menschlichen Auge unmöglich ist .. und schon kleine Verstärkungen eines Farbanteils führen zu neuen Farbbildern, wie das nachfolgende Bild zeigt. Bei diesem wurden der Grün- und der Blauanteil etwas hervorgehoben und der Rotanteil abgesenkt.







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