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Diese Erscheinungen des Weltalls geraten in den 50iger Jahren bei Radio-Durchmusterungen des Weltalls erstmals in das Blickfeld der Wissenschaft. Erst 1960 gelingt es, einige der Radioquellen schwach leuchtenden Lichtpunkten zuzuordnen, wobei man es sich nicht vorstellen kann, dass Sterne derartig starke Radiostrahler sind. So nennt man die Objekte sternenähnliche Objekte oder quasistellare Objekte, woraus sich der Begriff Quasar entwickelt. (QUAsi StellAR Radio Source)
So ergibt sich für den von Schmidt untersuchten Quasar 3C273, eine Entfernung von 2 Milliarden Lichtjahren und eine Fluchtgeschwindigkeit von 47.000 km/s. Seine Helligkeit entspricht der von 100 Millionen Sonnen. Mit dieser Entdeckung setzte die Quasarforschung ein. Die Vorstellung, dass Quasare riesige Ausmasse besitzen um die ungeheueren Signalstärken zu erreichen, wären schon verwunderlich gewesen. Doch die inzwischen beobachteten Helligkeitsschwankungen im Zeitraum eines Tages weisen darauf hin, dass Quasare nicht gross sein können. Auch bei ihnen können sich Signale nur mit Lichtgeschwindigkeit fortsetzen und ein Objekt, das in einem Tag seine Helligkeit verändert, kann aufgrund der Signallaufzeiten nicht grösser sein als ein Lichttag. Bei Masseabschätzungen kommt man für die meisten Quasare auf etwa 100 Millionen Sonnenmassen. Ihre Energieabgabe entspricht aber der von Milliarden von Sonnen, so bei dem 1991 entdeckten, bisher hellsten Quasar. Unter diesem Gesichtspunkt wurde die Frage, wie kommen diese riesigen Energiemengen auf so kleinem Raum zustande, ein ungelöstes Rätsel. Die Frage ist noch ohne Antwort. Dennoch besitzen die Astrowissenschaftler Vermutungen. Sie gehen davon aus, dass es sich bei Quasaren um eine fortgeschrittene Stufe in der Entwicklung von Galaxien handelt. Möglich wäre, dass ein supermassives, also sehr grosses Schwarzes Loch den Kern eines Quasars bildet und dort Gas und Staub und je nach seiner Masse sogar mehrere Sterne gleichzeitig in sich einverleibt. Nach dem Gesetzt der Masse-Energie Äquivalenz von Einstein könnten diese Massen bei ihrer Beschleunigung auf das Schwarze Loch hin, Lichtgeschwindigkeit erreichen und müssten sich damit in Energie umwandeln. Dieser Prozess ist fast 1000 mal so ergiebig, wie die Kernfusion von Wasserstoff und würde die Helligkeit, sowie die schnellen Signalwege innerhalb der Quasare erklären. Dabei könnten die Schwarzen Löcher eine ganze Zeit leben, denn ihre Masse von 100 Millionen Sonnenmassen entspricht nur 0,1% der Masse, die normale Galaxien in sich vereinen können. Den Grund für diese Annahme liefern die Seyfert Galaxien. Bei ihnen handelt es sich um starke Radiogalaxien mit einem sehr hellen Kernbereich. Auch bei ihnen vermutet man ein Schwarze Löcher als Zentrum, welche die ungeheuren Turbulenzen im Kernbereich, mit Bewegungen bis zu 5000 km/s hervorruft, was 1/40 der Lichtgeschwindigkeit entspricht. Man glaubt eine Regelmässigkeit in der Abstufung von Galaxie-Kernregionen erkannt zu haben. Sie verläuft von normalen Galaxien, über Radio- und Seyfert-Galaxien und LB Lac-Objekten hin zu Quasaren.
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