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Universum:
Versuch einer Zusammenfassung-
- Der Urknall
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Eines Tages vor 13,7 Milliarden Jahren begann ein Etwas, dessen
Natur und dessen Inhalt dem Menschen unbekannt ist und bleiben
wird, an all seinen Stellen zu expandieren, so wie sich ein
Hefeteig aufbläht, nur etwas schneller. Es wurde mächtig
heiss, doch in den Folgesekunden, -minuten und -tagen, nach
diesem als Urknall bezeichneten Ereignis, organisierte sich das,
was wir heute als Materie und Energie bezeichnen. Genau in
diesem Moment der Expansion begann auch das, was Einstein als
Raum und Zeit beschreibt und was durch seine Gesetze und Formeln
berechenbar, und in seinen Abläufen erklärbar wird.
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- In der Folge expandierte dieses, nun als Universum
bezeichnete Gebilde mit einer unbekannt hohen Geschwindigkeit,
die Einsteins Gesetze nicht zu beschreiben wissen und über
die auch durch die Lichtgeschwindigkeit nichts ausgesagt wird.
Es verlangsamte sich in diesem Expansionsstreben bis heute,
jedoch nicht so stark, dass man annehmen könnte, es würde
sich irgendwann wieder zusammenziehen und so erreichte das
Universum bis heute eine Ausdehnung, die von den Astrophysikern
mit 92Mrd Lichtjahren oder mehr, angegeben wird.
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Nach theoretischen Erwägungen kann man in keinem Fall
weiter sehen, da die Materie in den Anfangstagen des Universum,
in ihre Elementarbauteichen zerlegt, das Licht so sehr streute,
dass das Universum zu diesem Zeitpunkt undurchsichtig war.
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- Nachdem sich dieser Nebel gelichtet hatte und Atome, Nebel,
Sterne, Galaxien entstanden waren, die im Bild des Hefeteigs nun
die Rosinen darstellen, durcheilt das Licht zusammen mit anderen
Energien und mit der maximalen Geschwindigkeit von 299.792,458
km/s den Raum, so dass wir das entstandene Wunder mit unseren
Augen ansehen und mit unseren Messgeräten 'befühlen'
können.
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- Dabei ist die geringe Geschwindigkeit des Lichtes und die
der anderen Energieformen, Chance und Tragödie
gleichermassen. Je weiter Objekte von uns entfernt sind, desto
länger benötigt ihr Licht bis es bei unseren Augen
eintrifft. So sehen wir immer in die Vergangenheit, denn ob das
was wir sehen noch heute Bestand hat, werden wir erst wissen,
wenn das Licht des heutigen Tages nach Jahren oder gar
Jahrmillionen bei uns eintrifft. Andererseits können wir
Dinge miterleben, die schon längst abgelaufen sind und uns
Hinweise und Wissen in Bezug auf unsere eigene Zukunft
vermitteln. Ein Beispiel ist der Entwicklungsprozess von
Sternen, der uns Wissen über die Entwicklung unserer
eigenen Sonne vermittelt.
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- Ein anderer Aspekt ist der, dass uns das Licht mit seiner
Langsamkeit Informationen über die Entfernung der gesehenen
Objekte liefert. Während der Zeit seines Fluges zu uns,
vergrössert sich das Weltall ja weiterhin. Ein Vorgang, der
auch auf das Licht einwirkt. Es wird gestreckt. Aus der
Verschiebung von Spektrallinien hin zum roten Lichtbereich,
erhalten die Astrophysiker einmal einen Hinweis auf die
Geschwindigkeit, mit der sich das gesehene Objekt entfernt und
sie können zudem durch den Vergleich mit anderen Objekte,
deren Entfernung bekannt ist, feststellen, wie weit das Objekt
entfernt ist.
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Natürlich lädt das Modell des Urknalls zum
Philosophieren und zur Entwicklung alternativer Theorien ein. Es
ist ein Modell menschlicher Vorstellungskraft, so wie andere
Modelle mit denen wir arbeiten, um Gesetzmässigkeiten zu
erkennen und Vorhersagen treffen zu können. Die
Urknalltheorie ist keine Wahrheit, beschreibt aber nach
menschlichem Vermögen und weitestgehend widerspruchsfrei
das, was wir bisher mit dem Universum erlebt haben. Sie ist nicht
dogmatisch und man muss nicht an sie glauben. Im Gegenteil, man
darf sie weiterentwickeln, damit sie noch bessere Vorhersagen in
Bezug auf das Verhalten und die Entwicklung des Universums
hervorbringt.
An dieser Stelle unterscheidet sich jedes physikalische Modell
von Dogmen, den nicht veränderbaren Lehrsätzen, so wie
sie beispielsweise in Religionen gepflegt werden. Hier lautet zum
Beispiel ein Dogma, dass die Welt 7000 Jahre alt sei. Das
wiederspricht zwar allen menschlichen Erfahrungen mit dieser
Welt, muss aber so sein, weil es in einem heiligen Buch steht.
Betrachtet man dann die krampfhaften Bemühungen der
Dogmatiker, diese Lehrsätze entgegen aller Erkenntnis zu
erhalten, möchte man ihnen wünschen, dass sie sich auf
den hohen Wert ihrer ethischen Grundsätze besinnen. Diese
vermögen dem Menschen ein Leitbild im Umgang mit sich und
seiner Welt zu geben. Dass 'Gott' in der Physik steckt ist doch
eine Binsenweisheit, die auch ohne Dogma funktioniert. Im Bereich
der Astrophysik leuchtet sie jedem unmittelbar ein, der sein Auge
weg vom Fernseher, auf den Sternenhimmel einer dunklen Nacht
richtet und sich fragt, was er dort eigentlich sieht. |
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- Die Zukunft
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Die Zukunft, in Bezug auf das von Menschen überblickte
Universum, ist unbekannt und wird es bleiben, .. es sei denn, es
gibt es, das 'Ewige Leben'. Für den Moment unseres
materiellen Daseins werden wir jedoch mit dieser Wahrheit leben
müssen. Auch Spekulationen über Paralleluniversen, die
sich wie Blasen im Schaum zusammenfügen, können nicht
über diesen Mangel hinwegtäuschen.
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- Freuen wir uns derweil über den immensen Zuwachs
unseres Wissen, der sich im 20. Jahrhundert und im Besonderen
seit 1980, durch den Einsatz neuer Techniken ergab. So bleibt
die Astrowissenschaft auch für nachfolgende Generationen
spannend.
- Im Verlauf der letzten 100 Jahre haben sich die Nebel weiter
gelichtet und sind zu Sternhaufen, weit entfernten Galaxien und
bunt leuchtenden Gas- bzw. Staubblasen geworden. Seither können
Menschen miterleben, wie sich neue Sterne bilden, haben weitere
Planeten und Monde unseres Sonnensystems entdeckt und sogar
solche Planeten gefunden, die um entfernte Sterne kreisen. Auf
brillanten Bildern kann die Dynamik beobachtet werden, die
dieses Universum bestimmt. Sonnenwinde, welche Nebelschwaden
hinwegblasen, Gasjets, die mit höchsten Geschwindigkeiten
in das All hinausschiessen, Sterneninseln die einander begegnen,
verzerren, durchdringen oder miteinander verschmelzen, sprechen
von Turbulenzen, die sich menschlicher Erfahrung entziehen.
Erkannt wurden Masseansammlungen in Schwarzen Löchern und
Quasaren die der menschlichen Vorstellungskraft fremd waren und
vertieft hat sich die Erkenntnis, dass es mehr geben muss, als
wir bisher wahrnehmen. Die Suche nach der Schwarzen Materie hat
gerade begonnen.
- Unwahrscheinlich ist die Idee des Big Crunch geworden, also
der Annahme die vorsah, dass die Expansion des Universums enden
würde und dann alles auf den Anfangszustand zurückfallen
würde. Spätestens im Jahr 2000 wurde sie durch die
Erkenntnis über den 'Haufen' geworfen, dass sich die am
weitest entfernten Galaxien, noch immer mit zu hoher
Geschwindigkeiten von uns entfernen. Schon zuvor reichten die
Kräfte der bekannten Massen nicht aus, damit sich alles
wieder zusammenziehen würde und man hoffte auf die 90% der
Schwarzen Materie die wir erahnen, aber bisher nicht finden
konnten. Bei den gemessenen Geschwindigkeiten reicht aber auch
sie nicht mehr aus um die Umkehr einzuleiten.
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Der menschliche Erfahrungsschatz hat ein gutes Stück weit
zugenommen. Leider bedeutet das nicht, dass wir auch alle
Abhängigkeiten begriffen hätten. So wird auch die
heutige Generation ohne die absolute Wahrheit und mit vielen
offenen Fragen in ihr Grab steigen müssen. Wir wissen
inzwischen, dass die Erde noch etwa 500Mio Jahre lang Leben
beherbergen kann. So bleibt der Wunsch, dass folgende
Generationen die akut anstehenden Probleme der
Weltbevölkerungszunahme und der Klimaveränderung besser
zu bewältigen weiss, als die bisherigen und sich so die
Chance schafft, noch eine Zeit lang mehr über diese Welt
herauszufinden. |
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