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Die
Planetenbahnen-
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Wie angesprochen, fliegen die Planeten nicht auf kreisrunden,
sondern auf mehr oder weniger elliptischen Bahnen um die Sonne.
Die Sonne befindet sich dabei in einem der beiden Brennpunkte
dieser Ellipse. Zwei der Bahnpunkte wurden von den Astronomen
mit Eigennamen belegt, da durch sie charakteristische
Bahneigenschaften berechnet werden können.
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Aphel (Aphelion)
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Mit dem Begriff Aphel oder Aphelion wird der sonnenfernste Punkt
des Planeten auf seiner Bahn um die Sonne bezeichnet.
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Perihel (Perihelion)
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Mit diesem Begriff wird der sonnennächste Punkt eines
Planeten auf seiner Bahn um die Sonne gekennzeichnet.
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Mittlere Entfernung
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Die mittlere Entfernung eines Planeten zur Sonne ist das
geometrische Mittel zwischen seiner größten und
seiner kleinsten Entfernung. Sie wird wie folgt berechnet:
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mittlere Entfernung = (Aphel + Perihel) / 2
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Exzentrizität
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Die Exzentrizität ist ein Maß dafür, inwieweit
die Brennpunkte einer Ellipse aus ihrem Mittelpunkt verschoben
wurden. Bei einem idealen Kreis würde die Exzentrizität
den Wert 0 ergeben. Ist der Bahnverlauf elliptisch gestreckt, so
besitzt die Elliptizität Werte die größer sind
als 0 bis heran an den Wert 1. Werte die gegen 1 streben, treten
bei Kometen auf, die einerseits der Sonne sehr nahe kommen, dann
aber weit in das All hinausfliegen. Die Exzentrizität
besitzt keine Einheit und berechnet sich wie folgt:
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Exzentrizität = (Aphel - Perihel) / (2 * mittlere
Entfernung)
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Übersteigt die Exzentrizität den Wert 1, so liegt kein
elliptischer Bahnverlauf mehr vor, sondern eine hyperbolische
Bahn. Diese Bahn schließt sich nicht mehr. Kometen aus dem
fernen Weltall, die die Sonne nur einmalig umfliegen besitzen
solche Bahnen.
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Zeitangaben für die Rotation und den Umlauf
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Es vergeht Zeit, bis sich die Planeten einmal um sich selber
gedreht oder die Sonne auf ihrer Bahnebene einmal umrundet
haben. Je nach Bezugssystem können sich die Zeitangaben
voneinander unterscheiden. So gibt es drei Zeitsysteme ..
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Siderische Zeitangaben
(Bezug Fixstern)
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Sideral kommt aus der lateinischen Sprache und bedeutet, auf die
Sterne bezogen. Ein Umlauf der Erde um die Sonne dauert 365,256
Tage. Diese Zeit ergibt sich, wenn man die Sonne vor einem weit
entfernten Stern fixiert, von dem man annehmen kann, daß
er sich während der folgenden Zeit nicht wesentlich von
seinem Fleck rührt. Erscheint die Sonne an diesem
festgelegten Punkt erneut, ist ein Jahr, genau ein siderisches
Jahr vergangen. Während dieser Zeit wurde es aufgrund der
Rotation der Erde um ihre Achse 23,9345 mal Tag und Nacht, was
zu einer mittleren Tageslänge von 23h 56m 4,2s führt.
Man nennt diese Tageslänge die siderische Tageslänge.
Sie bezieht die Bewegung der Sonne um die Galaxis mit in die
Zeitrechnung ein.
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Tropische Zeitangaben (Bezug
Frühlingspunkt)
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Die tropische Zeitmessung basiert auf nur erdbezogenen
Koordinaten. Überträgt man den Erdäquator auf den
Himmel, so erhält man den Himmelsäquator. Gegen ihn
ist die Bahn der Erde, die Ekliptik, um 23,45° geneigt. Auf
der Ekliptik scheint von der Erde aus gesehen die Sonne zu
laufen. Im Frühjahr und im Herbst überschreitet die
Sonne den Himmelsäquator. Misst man den Zeitraum zwischen
dem ersten Überschreiten eines dieser Punkte bis zum
zweiten Überschreiten des gleichen Punktes, dann sind
365,242 Tage vergangen. Man würde diesen Zeitraum ein
tropisches Jahr nennen. Es ist gegenüber dem siderischen
Jahr um 0,014 Tage kürzer, denn die Erde musste nicht dem
Weg der Sonne nacheilen.
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Das tropische Jahr wird von uns in Kalendern mit 365 Tagen etwas
ungenau fortgezählt, wodurch es alle 4 Jahre zur Einfügung
eines Schalttages kommt.
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Auch für die anderen Planeten können siderale und
tropische Zeiträume, ermittelt werden. Diese Zeiten würden
eintreten, wenn sich der Beobachter auf dem Planeten befände.
Von der Erde aus gesehen, scheinen dort allerdings andere
Zeiträume zu gelten.
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Synodische Zeitangaben (Bezug
Erde)
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Beobachtet man von der Erde aus einen Nachbarplaneten und misst
den zeitlichen Abstand zwischen zwei gleichen Erscheinungen bei
ihm, so scheinen diese bei den inneren Planeten zeitlich weiter
auseinanderzuliegen als dies nach ihren tatsächlichen
Umlaufzeiten um die Sonne möglich ist. Bei den weit
entfernten äußeren Planeten dagegen würden sich
gleiche Erscheinungen schon nach wenig mehr als einem Jahr
wiederholen, obwohl sie einige hundert Jahre um die Sonne
unterwegs sind. Der Grund für diese Zeitverzerrung ist die
Eigenbewegung der Erde. Beobachtet man beispielsweise die
Oppositionsstellung von Jupiter zur Sonne, so wird sich diese
Stellung nach wenig mehr als einem Jahr für Erdbeobachter
wiederholen, denn die Erde hat sich einmal um die Sonne
herumbewegt und muss nur noch den Weg einholen den Jupiter
inzwischen auf seiner Bahn um die Sonne zurückgelegt hat.
Zeitangaben, die die Erde auf ihrem Lauf um die Sonne als
Bezugspunkt wählen nennt man synodische Zeitangaben. Sie
sind zur Beschreibung der physikalischen Eigenschaften des
beobachteten Objekts von geringer Aussagekraft, dafür aber
für die Zeitpunkte seiner Beobachtbarkeit.
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