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Nebel:
Katalogisierung von Objekte im Weltall
- Nachdem die im Universum auftretenden Objekte umrissen, und
ihre Zahl genannt wurde, ist es verständlich, dass es einer
Ordnung bedarf, um sich ihrer zu entsinnen, sie zu
identifizieren und sie am Himmel wiederzufinden. Dies geschieht
in einer Vielzahl von Katalogen. Allen Objekten einen Eigennamen
zu geben ist unmöglich, abgesehen von den Sprachproblemen,
die bei der Vielzahl von Landessprachen entstünden. So gibt
es eine Reihe von Listen, die Kometen, Kleinplaneten, Sterne,
Sternhaufen, Nebel, Galaxien und Quasare, nach Eigenschaften
unterteilt und durch Kurzbezeichnungen benennen. In der Regel
sind diese Bezeichnungen Kombinationen aus Buchstaben und
Ziffern , mit denen sich die Objekte durchzunummerieren lassen.
Solche Kataloge enthalten durchaus einige zehntausend Objekte
und können hier nicht dargestellt werden.
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Zwei Kataloge deren Bezeichnungen immer wieder auftauchen und in
wissenschaftlichen und Amateurkreisen gleichermaßen
beliebt sind, werden auch hier verwendet.
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Der Katalog von Charles Messier (M1 -
M110)
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Mitte des 18. Jahrhunderts gelang es
erstmals die Bahnen einiger Kometen zu berechnen. So begann
unter den Astronomen eine eifrige Suche nach weiteren. Einer der
eifrigsten Sucher war der französische Astronom Charles
Messier, der von 1730 bis 1817 lebte. Er fand in der Zeit von
1758 bis 1782 immerhin 15 neue Kometen.
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Bei seiner Suche mit Teleskopen, die etwa
einem 10cm Refraktor der heutigen Zeit entsprachen, stießen
Messier und sein Freund Mechain immer wieder auf diffuse
Objekte, die keine Sterne sein konnten und sich nach längerer
Beobachtung auch nicht als Kometen erwiesen. Messier nannte sie
Nebel, ohne jedoch zu wissen was er wirklich sah. Da ihn diese
Nebel bei seiner Suche störten, sammelte er sie in einem
Katalog, 'der zu vernachlässigen Objekte'. In diesen
trug er auch Objekte ein, von denen ihm andere Astronomen
berichteten. Insgesamt brachte es Messier bei der letzten
Ausgabe seines Kataloges 1781 auf 110 Objekte.
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Welcher Natur Messier's Nebel waren,
erahnte erst der britische Astronom William Herschel um 1811 .
Aus den Formen der Nebel, die er in 12 Klassen teilte, vermutet
er, dass es sich bei ihnen von Mehrfachsternen beginnend, bis
hin zu stark verdichtete Sternenansammlung handele. Aufgrund
dieser Theorie griff man Messier's Katalog 'der zu
vernachlässigenden Objekte' in der Folge immer wieder
auf und je besser die Teleskope wurden, desto interessanter
gestaltete sich dieser Katalog. Schon von Herschel, seiner
Schwester und seinem Sohn wurden weitere Nebel gefunden und in
einem eigenen Katalog dargestellt. Dieser enthielt um die 2500
Objekte.
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NGC Katalognummern
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Der zweite häufig genannte Katalog, in dem weit mehr Objekt
aufgeführt werden als in Messiers oder Herschels Katalog
ist der 'New General Catalogue' kurz NGC von J.L.E Dreyer, der
ihn 1888 erstmals herausgab. In ihm sind auch die Nebel von
Messier und Herschel enthalten, jedoch mit anderen Nummern. Bei
Messier heißt beispielsweise die Andromedagalaxie M31.
Sucht man diese im NGC Katalog, würde man sie unter der
Bezeichnung NGC 224 finden.
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Dreyer gebührt die Ehre wiederum alle bekannten Objekte
seiner Zeit zusammengetragen zu haben. So war sein Katalog lange
Zeit der führende Katalog für 'Deep-Sky' Objekte, also
für Objekte in den Tiefen des Alls. Er wurde zweimal durch
einen Index Catalogue (IC) erweitert.
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Mit der immensen Anhäufung neuer Objekte durch bessere
Teleskope haben sich inzwischen verfeinerte
Bezeichnungsstrategien und weitere Kataloge entwickelt. Neben
diesen behaupten sich aber die Bezeichnungen aus den Katalogen
von Messier und Dreyer. Einer der Gründe ist sicher der,
dass sie schon wie Eigennamen für die bezeichneten Objekte
stehen und jeder Student der Astrophysik als erstes mit
Messier's Nebeln konfrontiert wird. Mit den heutigen
Instrumenten gelten sie als leicht am Himmel zu findende
Objekte.
- Auch die Bildmenüs der
GoBlack-Astronomie verwenden die M-Bezeichnungen von Messier, es
werden alle 110 Objekte gezeigt und kurz beschrieben. Gibt es
für ein zu beschreibendes Objekt keine M- Bezeichnung wird
die NGC - Nummer herangezogen. Erst wenn es auch diese nicht
gibt, oder sie unbekannt ist, werden Bezeichnungen anderer
Kataloge benutzt.
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