Galaxien: M87 (NGC 4486)Galaxien: M86 (NGC 4406)Galaxien: M84 (NGC 4374)Galaxie: NGC 4388Galaxien: NGC 4435 und NGC 4438: the eyesVirgo Galaxy Cluster - Markarians chain

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M31

RA: 00 42 44.35 Dec: 41 16 8.62 (J2000)



Andromedagalaxie

Sternbild: Andromeda











Das Bild wurde mit Bezug zum Aladin Sky Atlas nach Norden ausgerichtet.
Die Angaben entsprechen der Nasa-MAST- oder NED- Datenbasis. Ho=74,2






Die obigen drei Bilder zeigen die Andromedagalaxie im Sternbild der Andromeda. Das hinterlegte, große Bild stammt von Robert Gendler, einem engagierten Amateur-Astrofotografen aus den USA, der es etwa im Jahr 2005 aufnahm. In ihm werden ein Bildausschnitt des Hubble Weltraumteleskops (HST) und seiner Wide Field Camera 3 (WFC3) sowie ein zweiter aus dem Jahr 1923, des 2,54m Teleskops am Carnegie Observatorium auf dem Mount Wilson in Kalifornien, gezeigt. Während die beiden ersten Bilder auf der Basis digitaler Aufnahmetechniken entstanden, ist das letzte Bild der Abzug von einer Negativ-Filmplatte, wie sie bis hinein in die Jahre des 21. Jahrhunderts zur Fotografie mit analogem Film benutzt wurden. In ihm notierte sich der amerikanische Astronom Edwin P. Hubble, durch ein 'N' die Position von Sternen, deren Helligkeitsschwankungen er über Vergleiche anhand von weiteren Bildern, beobachtete. Als er am oberen, rechten Rand einen von ihm gesuchten Stern mit den Veränderlichkeitsmerkmalen eines Chepheidensterns gefunden hatte, durchkreuzte er das N und schrieb daneben VAR!
Chepheiden sind Riesensterne, die sehr gleichmäßig pulsieren, und die Schwankung ihrer Helligkeit bildet in der Astronomie ein relativ genaues Maß, für die Bestimmung ihres Abstands zur Erde. Sie waren vor Hubbles Notizen auf dem obigen Bild, von der Astronomin Henrietta Leavitt untersucht worden, wobei diese im Jahr 1912 die Perioden-Leuchtkraft Beziehung dieser Sterne fand. Mit ihr ist es möglich die absolute Helligkeit dieser Sterne zu berechnen. Setzt man diese Helligkeit mit der scheinbaren Helligkeit eines Chepheiden-Sterns in Beziehung, so kennt man seinen Abstand zur Erde. Dieser Schritt gelang im Jahr 1913 dem dänischen Astronomen Ejnar Hertzsprung (der zusammen mit Karl Schwarzschild Professor in Göttingen war).
Spekulationen, dass es sich bei den bis dahin als Spiralnebel bezeichneten Wolken um große Sternansammlungen handeln könnte verdichten sich bis 1914. Zudem weiß man aufgrund von Spektraluntersuchungen, dass die Andromedawolke mit einer Geschwindigkeit von 300km/s auf die Erde zurast und kann sich daraus folgernd kaum vorstellen dass sie ein Objekt der Milchstraße wäre. Allerdings gelingt es erst im Jahr 1917 mit dem seinerzeit leistungsstärksten Teleskop der Erde, auf dem Mount Wilson, den Nebel in einzelne Sterne aufzulösen.

Edwin P. Hubble der auf dem Mout Wilson arbeitet benutzt nun die Erkenntnisse von Herietta Leavitt und Enjar Hetzsprung um die Entfernung seines im Bild markierten Chepheiden-Sterns in dem Andromeda Nebel zu bestimmen. Trotz der noch bestehenden Ungenauigkeiten kann er zeigen, dass dieser eine derartige Entfernung besitzt, dass er nicht mehr in der Milchstraße liegen kann. Mit diesem Schritt ist bewiesen, dass der Andromeda-'Nebel' und seine Sterne eine eigenständige weit außerhalb der Milchstraße liegende Einheit bildeten, eine eigenständige Galaxie. Dieser Beweis öffnet der Menschheit nach vielen hunderttausend Jahren ihrer Existenz das Tor in das Universum, so wie wir es heute kennen.
 


Hilfsmittel






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