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- Bis jetzt war in den hier vorliegenden Texten von den
sichtbaren Objekten des Weltalls die Rede, den Quasaren,
Galaxien, Sternen, Planeten, Wasserstoffnebeln und den dunklen
Staubnebeln, die sich gegen leuchtende Regionen abheben und
dadurch sichtbar werden. Doch es muss in den Weiten des
Weltraums noch mehr Materie geben, die wir nicht sehen können.
Welcher Art diese Materie ist, weiss bis heute niemand.
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Es fiel schon dem holländischen Astronomen Jan Hendrik Oort
auf, dass die äusseren Sterne unserer Milchstrasse, bei
ihrem Weg um den Kern der Galaxie, eine viel zu hohe
Geschwindigkeit besitzen. Mit der aus ihrer Geschwindigkeit
berechenbaren Fliehkraft, sollten sich alle Sterne nach und nach
von der Milchstrasse entfernen, um irgendwann wegzufliegen. Die
Gravitation die sich aus der für uns sichtbaren Masse bei
der Milchstrasse und den anderen Galaxien ergibt, reicht einfach
nicht aus, um der Fliehkraft entgegenzuwirken. Es muss mehr
Masse vorhanden sein, denn die Galaxien erweisen sich als
stabile Gebilde, nur wir sehen diese Masse augenscheinlich
nicht. Dieser Umstand bereitet den Astrophysikern erhebliche
Kopfschmerzen .. Sie nennen ihr Problem das der 'fehlenden
Masse', der missing mass.
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Rechnet man in umgekehrtem Sinn, also wie viel Masse vorhanden
sein müsste, so dass diese der Fliehkraft entgegenwirken
kann, wird das Problem nicht kleiner. Hieraus ergibt sich
nämlich, dass es neun mal mehr Masse geben müsste, als
wir sehen. Das bedeutet, von der Masse die im Weltall vorhanden
ist haben wir bisher 10% erfasst und gesehen, 90% der Masse
dagegen ist uns verborgen.
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Es gab schon einige Versuche das Problem, durch die
Infragestellung der von uns Menschen aufgestellten
physikalischen Formeln, wegzureden .. und in der Tat, Einstein
hatte ja seinerzeit erhebliche Löcher in der Formelwelt
seines Jahrhunderts gefunden. Doch je besser die
Beobachtungsmethoden in den letzten Jahren geworden sind, umso
präziser kann festgestellt werden, dass es etwas gibt, von
dessen Natur wir Menschen noch keine Vorstellung besitzen. Ein
mit Masse behaftetes Etwas, das sich unseren Instrumenten bisher
entzieht. Unzählige Messungen in den letzten Jahren weisen
nach, dass sie vorhanden sein muss .. die Dunkelmaterie deren
elementare Zusammensetzung und deren
Wechselwirkungseigenschaften wir nicht kennen.
Verblüffenderweise soll sie sich in den kleinen Galaxien,
den Zwerggalaxien, mit 99%, in weitaus grösseren Mengen
verstecken, als in den grossen Spiralgalaxien, bei denen sie es
nur auf rund 90% bringt .. und schon wird angenommen, dass es
Galaxien gibt, die überhaupt keine Sterne und Nebel
besitzen, sondern nur aus dieser Materie bestehen.
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Wie auch immer, die Astrowissenschaft besitzt ein echtes
Problem. Die Rätsel um die 10% des sichtbaren Universums
haben es schon in sich. Aber 90% des Universums haben wir, wie
es aussieht, noch gar nicht erfasst ..
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- Dieses durch Überlagerung
entstandene Doppelbild aus dem Jahr 2000 verrät
verblüffendes aus dem kosmischen Katalog der Mysterien.
Das blaue Bild stellt das 'Licht'
einer speziellen Wellenlänge im Bereich der Radiostrahlung
dar. Diese elektromagnetische Strahlung wird durch neutralen
Wasserstoff ausgesendet. Sie umgibt die vermeintlich kleine
Galaxie in einer Ausdehnung und in einer Struktur, die einer
grossen Spiralgalaxie ähnlich sieht. Das für sich
genommen ist bereits eine Erweiterung menschlicher Erkenntnis.
Unermessliche Wasserstoffschwaden ohne angestossene Sternbildung
sind hier zu erkennen.
- Was die Astronomen nun als Mysterium
ansehen, ist die grosse Menge an Dunkelmaterie, die sich
innerhalb des Wasserstoffes befinden muss, sowie die Fragen, ..
wie kommt es zu der Spiralstruktur des Gases und wo bleibt die
Sternbildung? Es wurden weitere solcher Galaxien gefunden, die
man als BCD-Galaxien anspricht. Übersetzt bedeutet diese
Abkürzung 'Blue Compact Dwarf', also 'blaue, kompakte
Zwerggalaxie'.
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