Mittlere Dichte kosmischer Objekte:

Als Dichte bezeichnet man einen Verhältniswert, bei dem immer das gleiche Volumen, z.B. ein Kubikzentimeter (cm³) mit verschiedenen Stoffen aufgefüllt wird. Nun wird das Gewicht bestimmt, und man kann vergleichen, welcher Stoff schwerer oder leichter ist. Als Beispiel, 1 cm³ Wasser wiegt gerade 1 Gramm, hat also eine Dichte von 1g/cm³, sprich: ein Gramm pro Kubikzentimeter.

Bei kosmischem Material ist dieser Vergleich besonders interessant, weil hier auf der Erde nicht vorstellbare Unterschiede auftreten.




Material

Dichte g/cm³




Neutronenstern

1014

100.000.000 Tonnen / cm³



Weißer Zwerg

106

1 Tonne / cm³



Sonne

1,4

1,4 Gramm / cm³



Erde

5,5

5,5 Gramm / cm³



Luft der Erdatmosphäre

10-3

0,001 Gramm / cm³



Technisches Hochvakuum

10-18

0,000.000.000.000.000.001 Gramm /cm³



Interstellare Materie

10-24

ich gebe auf



Intergalaktische Materie

<10-30

??





Denkwürdig ist die Tabelle an mehreren Stellen. Mir fällt die Vorstellung schwer, daß ein Würfel von einem Zentimeter Kantenlänge, gefüllt mit Material eines Neutronensterns 100 Millionen Tonnen wiegen soll, also das Gewicht von etwa 2000 Ozeanriesen besitzt. Dabei sind Neutronensterne noch nicht das Ende der Materiekomprimierung. In 'schwarzen Löchern' soll sie noch viel größer sein .. so daß selbst Licht keine genügend hohe Geschwindigkeit mehr besitzt um der Anziehungskraft des Sterns zu entkommen .. wodurch solche Sterne nicht mehr leuchten können .. und schwarz und unsichtbar bleiben.

Das andere Ende der Tabelle ist nicht weniger verblüffend. In den wunderschönen kosmischen Nebeln (siehe Bildteil) sind die Gasmoleküle um das millionenfache dünner verstreut als in dem besten Vakuum, das die Technik auf der Erde herstellen kann. Hier kommt auf einen Kubikzentimeter etwa 1 Atom. Wollte man eine solche Verdünnung darstellen, so müsste man ein Schnapsglas Wasser auf alle Meere unserer Erde verteilen. Trotzdem finden sich die Moleküle dieser interstellaren Materie im Lauf der Jahrmillionen zu den großen Gasballons zusammen, die wir Sterne nennen. Als intergalaktische Materie wo nur noch 1 Atom pro Kubikkilometer auftritt, behindern sie die Sicht auf entfernte Galaxien. Alles nur eine Frage der Zeit bzw. der Tiefe einer Schicht, durch die man hindurchsehen muss.





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