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- Im äusseren Drittel einer Galaxie, die wir Milchstrasse
nennen, liegt der Stern Sonne. Er ist ein normaler Stern der
Klasse G2 V. Seine Entfernung zum Zentrum der Milchstrasse
beträgt 28.000 Lichtjahre. Dabei liegt er nicht auf der
horizontalen Ebene dieser Galaxie, sondern ist von dieser 45
Lichtjahre entfernt. Rund 220Mio Jahre benötigt die Sonne
um das galaktische Zentrum einmal zu umrunden.
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Der Stern Sonne ist das Zentrum unseres Planetensystems. Dieses
besteht aus der Erde und sieben weiteren Planeten. Die zwei
Planeten, die zwischen Erde und Sonne liegen, heissen Merkur und
Venus, ausserhalb der Erdbahn umkreisen Mars, Jupiter, Saturn,
Uranus und Neptun samt deren Monden die Sonne, zudem einige
Zwergplaneten, Millionen von Kleinplaneten sowie Kometen.
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Wie weit der Einflussbereich der Sonne reicht weiss niemand ganz
genau. Man nimmt an, dass der Schwerkrafteinfuss der Sonne etwa
1000 AE in das Weltall hinauswirkt. Der Sonnenwind soll etwa in
einer Entfernung von 75-90 AE die Schallgeschwindigkeit
unterschreiten, und die ausgestrahlten Ionen der Sonne erreichen
die des Weltalls, etwa nach 110AE. Dabei wird angenommen, dass
die Sonne aufgrund ihrer Reisegeschwindigkeit einen Schweif nach
sich zieht, der etwa 230AE lang ist.
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Das Sonnensystem ist noch lange nicht in allen Ecken und Winkel
erforscht, im Besonderen hinter der Plutobahn, reicht das Licht
der Sonne kaum aus, um von den dortigen Kleinplaneten genügend
hell reflektiert zu werden. So ist es nicht verwunderlich, dass
mit besser werdenden Instrumenten und Messmethoden, jährlich
neu gefundene Objekt das Wissen um unser Sonnensystem erweitern.
Im Besonderen betrifft dies den Bereich, der von der Hauptebene
des Sonnensystems abweicht. Hier hatten die Astonomen vermutlich
bisher keine Objekte vermutet und daraus folgend nicht so
intensiv gesucht.
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Der Stern den wir Sonne nennen, bildet zusammen mit etwa 100
Milliarden anderen Sternen der Milchstrasse, unsere Galaxie.
Seine absolute Leuchtkraft, die auch ein Mass für die
Grösse ist und sich auf eine Beobachtungsentfernung von
32Lichtjahren bezieht, beträgt 4,83M. Das bedeutet, es wäre
schon eine sehr klare, dunkle Sternennacht notwendig um diesen
Stern dort, als mattes Pünktchen, sehen zu können. Der
Polarstern würde in dieser Entfernung um das 460-fache
heller scheinen als die Sonne und mit 4,4M heller leuchten
als die Venus.
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Die Sonne besteht wie die anderen Sterne vorwiegend aus
Wasserstoffgas und Helium. In ihrem Kern befinden sich wenige
zehntel Prozent schwerer Atome. Die Sonne vereinigt in sich etwa
99,86% der Gesamtmasse unseres Sonnensystems. An ihrer
Oberfläche (der Photosphäre) besitzen die Gase eine
Temperatur von ca. 5.500°C. Hier wird das sichtbare Licht
erzeugt. Im Inneren der Sonne, betragen die Temperaturen 15
Mio°C.
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Hier wird wegen des gewaltigen Drucks der übereinander
geschichteten Materie, durch atomare Kernverschmelzung,
Wasserstoff zu Helium umgewandelt, was die enorme Energiemenge
freisetzt, die für diese hohe Temperatur notwendig sind.
Diese Wärmeenergie verhindert zudem, dass die
Gravitationskräfte des Wasserstoffgases der Sonne, diese
zusammenzieht und sie zu einem Zwergstern von etwa Erdgrösse
werden lässt.
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Um die Photosphäre herum befindet sich ein nach aussen
immer dünner werdender Gasraum, der bis etwa 2.500 km Höhe
Chromosphäre genannt wird. Sie besitzt nur eine Dichte von
einem Millionstel der Photosphäre, ist aber 10.000 Grad
heiss. An ihr schliesst sich die Korona an, deren Dichte sich
noch einmal auf ein Hundertstel der Chromosphäre
verringert.
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Beide Schichten sind nur bei einer totalen Sonnenfinsterniss
sichtbar, wenn das gleissende Licht der Photosphäre vom
Mond abgedeckt wird. In der Korona erhöhen sich die
Temperaturen auf etwa 1 bis 2 Millionen Grad. Aus ihr fliesst
ständig strahlenförmig Plasma (ionisiertes Gas) in das
Sonnensystem hinaus. Dieses Gas wird als Sonnenwind bezeichnet
und ist auf der Erde wie auch bei anderen Planeten für die
Nordlichter verantwortlich. Bei Kometen bewirkt der Sonnenwind
den Schweif. Die Geschwindigkeit der einzelnen Partikel des
Sonnenwindes beträgt etwa 400km/s. Bei besonders heftigen
Ausbrüchen der Sonne, so wie sie alle 11 Jahre vorkommen,
ist die Geschwindigkeit grösser.
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Spezialaufnahme
der Sonne. Deutlich zu erkennen sind die Granularien, und eine
Protuberanz (Materieauswurf), die hoch über die
Sonnenoberfläche hinausschiesst.
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Oberfläche:
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Auf der Sonnenoberfläche, der Photosphäre, erkennt man
eine körnige Struktur, die Granulation genannt wird. Sie
entsteht durch aufsteigende Gasblasen, die von der Hitze im
Inneren der Sonne zur Oberfläche getrieben werden. Der
Durchmesser der Granulen reicht von 300 bis 1.500 km.
Sonnenflecken sind recht dunkle Bereiche auf der
Sonnenoberfläche. Hier ist das aufsteigende Gas der
Granulen mit etwa 4.000°C kühler, als in den
Nachbarbereichen. Die Wissenschaft erklärt diese
Erscheinung über starke Magnetfelder, die hier aus der
Sonne heraustreten und den Nachschub von heissem Gas
vorübergehend verhindern. Dadurch wird die Oberfläche
kühler und sendet weniger Licht aus. Sonnenflecken können
sich über Entfernungen zwischen 2.000 und 100.000 km Länge
hinstrecken. Die Dauer ihrer Erscheinung ist auf ein bis zwei
Wochen begrenzt. Ebenfalls durch das Magnetfeld der Sonne
hervorgerufen und kontrolliert sind Gasfontainen, die bis zu
10.000 km emporschiessen. Man nennt sie Spicules. Ihre
Temperaturen liegen im Bereich von 10.000 bis 20.000 Grad und im
Mittel dauern sie 5 bis 10 Minuten an. Langlebige Spicules, die
sich in grossen Bögen, entlang von Magnetfeldern über
die Sonnenoberfläche erstrecken, werden nach Form und
Wirkung Protuberanzen und Flares genannt. Sie können
Entfernungen bis 100.000 km überbrücken und bestehen
mitunter mehrere Monate fort. Die von ihnen ausgehende
Röntgenstrahlung erreicht in acht Minuten die Erde und kann
hier zu Störungen in Funk- und Navigationssystemen führen.
Reissen die Magnetbögen ab, so kann eruptiv Materie in das
All hinausgeschleudert werden. Die Teilchenströme benötigen
bis zu zwei Tagen um die Erde zu erreichen. Sind sie sehr gross,
deformieren sie deren Magnetfeld und treten an den Polen in die
Erdatmosphäre ein, hierbei entstehen die Polarlichter.
Nicht durch das Erdmagnetfeld geschützte Satelliten können
dabei zerstört werden und auf der Erde können in den
nördlichen Bereichen, Computer lahmgelegt werden.
Für die enorm hohen Temperaturen in der Sonnenkorona glauben
die Wissenschaftler jetzt eine Lösung gefunden zu haben.
Messdaten der Raumsonde Soho zeigten 1997 ein
fluktuierendes Aufleuchten der heissen Koronagase, sowie
abertausende, sich rasch verändernde Magnetfeldschleifen.
Man nimmt an, dass es durch die Wechselwirkung der
Magnetfeldschleifen zu elektrischen und magnetischen
Kurzschlüssen kommt. Die dabei fliessenden Ströme
liefern die riesigen Energiemengen zum Aufheizen der Korona.
- Magnetfeld:
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Das Magnetfeld der Sonne reicht wie der Sonnenwind weit in den
Raum hinein. Es schwankt je nachdem wo es auftritt erheblich. In
den Polbereichen erreicht es die Feldstärke von 5G. In
Sonnenflecken 3.000G, in Protuberanzen 10 bis 100G und in der
Chromosphäre liegt der mittlere Wert bei 200G (G = Gauß).
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Zudem wechselt es alle 8 bis 11 Jahre seine Polarität.
Zuletzt war dies im Jahr 2000 der Fall. Nach den bisherigen
Beobachtungen wird das nächste Maximum im Jahr 2010
erwartet. Das Erreichen des Maximums führt zu einem
Ansteigen der Sonnenflecken und damit zu verstärktem
Aufkommen von Protuberanzen und Flares. Welche Auswirkungen
diese Aktivität der Sonne auf das Leben der Erde hat, ist
noch weitgehend unerforscht. Es mehren sich jedoch Hinweise,
dass sie gegeben sind. Als Beispiel wird die Zeit von 1645 bis
1715 angeführt, während der fast keine Sonnenflecken
auftraten (Maunder-Minimum). Bei der Untersuchung von
Wachstumsringen von Bäumen aus dieser Zeit ergab sich, dass
es auffällige Unterschiede im Verhältnis bestimmter
Kohlenstoffisotope vor und nach diesem Zeitraum gab.
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Rotation
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Die Rotation der Sonne um ihre eigene Achse erscheint
uneinheitlich. Das Gas an ihrem Äquator benötigt für
einen Umlauf 26,8 Tage, bei einer Breite von 30° etwa 28,2
Tage und an den Polen 34 Tage. Dieser Effekt ist erklärlich
wenn man bedenkt, dass von der Erde aus nur die gasförmige
Oberfläche der Sonne betrachtet werden kann, und das Gas
wird am Äquator heftiger beschleunigt, als an den Polen.
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Gravitativer Bereich:
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Das durch die Anziehungskraft (Gravitation) der Sonne
kontrollierte Umfeld beträgt etwa 1000 AE bis maximal
50.000AE. Der vom Sonnenwind erreichte Raum, die Heliosphäre,
ist mit 30 bis 35 AE kleiner. In diesem Raum befinden sich acht
Planeten mit ihren Monden, einige Zwergplaneten und eine
Vielzahl von Materieklumpen, die abhängig von ihrer
Zusammensetzung, Grösse und Flugbahn Asteroiden, Meteore
oder Kometen genannte werden. Alle diese Körper bewegen
sich auf unterschiedlich stark ausgebildeten elliptischen Bahnen
um die Sonne herum. Sie alle können nicht selbständig
leuchten, sondern erscheinen nur deswegen hell am Himmel, weil
sie das Sonnenlicht zurückwerfen. Sie alle sind
verschwindend klein, misst man sie am Durchmesser, am Volumen
oder der Masse der Sonne. So beinhaltet die Sonne alle sie
umschwirrenden Körper etwa 600 mal und die Erde passt in
ihr Volumen von 1,4 Trillionen Kubikkilometern ca. 1,302
Millionen mal hinein. Man könnte auch sagen, die Sonne
besteht aus 333.000 Erdmassen. Planeten, Monde, Asteroiden und
Kometen zusammen besitzen nur den zweitausendsten Teil ihrer
Masse.
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Will ein Körper, den Anziehungsbereich der Sonne verlassen,
muss er auf der Höhe der Erdbahn eine Geschwindigkeit von
etwa 42 km/s besitzen, was 151.200 km/h entspricht.
(heliozentrische Geschwindigkeit).
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So
wie auf diesem Bild, könnte sich die Sonne nach ihrem Ende
als Stern, zu einem weißen Zwerg verwandelt haben.
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Das Ende:
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Die Sonne besteht seit etwa 5 Milliarden Jahren und die
Astrowissenschaftler geben ihr noch einmal diese Zeit. Dann wird
es der Sonne nicht mehr möglich sein , ihren Energiebedarf
von 1026 Watt, den Sie aus der Kernfusion von vier
Millionen Tonnen Wasserstoff pro Sekunde bezieht, zu erzeugen.
Die geringer werdende Wärmeenergie kann den
Gravitationskräften nun nicht mehr standhalten und der
Sonnenkern verkleinert sich. Durch das Zusammenziehen des Kerns
erhöht sich die innere Temperatur. Bei Sternen wie der
Sonne, in deren Zentrum die Wärme durch Strahlung verteilt
wird und nur im Mantel durch Umlauf (Konvektion), beginnt
dadurch das sogenannte Wasserstoff-Schalenbrennen. Der den
Heliumkern noch immer umgebende Wasserstoff fusioniert hierbei
zu Helium. Dadurch bläht sich der Stern auf und wird zum
'Roten Riesen'. Die Sonne wird in diesem Zustand fast bis zur
Marsbahn reichen und die inneren Planeten bis hin zum Mars
aufschmelzen. Sie werden zu einem Teil ihrer Gashülle
umgeformt.
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Die Temperatur im Zentrum der Sonne steigt hierbei auf 100
Millionen Grad an. Das führt dazu, dass erneut eine
Kerfusion im Kern einsetzt, bei der das Helium zu Kohlenstoff
verbrennt. Ist das Helium im Kern verbraucht, zieht sich die
Sonne erneut zusammen und der Kohlenstoff fusioniert. Hierbei
wird der Stern kleiner und nachdem auch der Kohlenstoff
verbraucht ist, fällt sie zu einem weissen Zwerg zusammen.
Dieser Vorgang geschieht wahrscheinlich so schnell und von innen
nach aussen, dass die äusseren Gashüllen nicht mit
nach innen stürzen, sondern ihrem ehemaligen Impuls folgend
in das Weltall abgestossen werden. Ein planetarischer Nebel
umhüllt nun, wie auf dem Bild oben zu sehen ist, einen
Weissen Zwerg, in den sich die Sonne verwandelt hat.
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Der Weisse Zwerg, der ja noch die gesamte Wärmeenergie der
Sonne besitzt, ist an seiner Oberfläche so heiss, dass er
zunächst trotz seines geringen Durchmessers von etwa dem
der Erde, noch weithin sichtbar bleibt. Wie lange er braucht um
vollständig auszukühlen und was dann geschieht .. ist
noch ein Geheimnis. Von den verbleibenden Planeten würde
niemand mehr sprechen, denn sind sie schon heute von der Erde
aus kaum sichtbar, wer wollte sie in der nun herrschenden
Dunkelheit noch finden.
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Was wird mit der Erde?
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Bevor die Sonne ihr Ende erreicht, wird sie sich in den nächsten
5 Milliarden Jahren geringfügig aber zunehmend vergrössern.
In etwa einer Milliarde Jahren leuchtet sie dadurch etwa 10%
heller und ihre Oberflächentemperatur steigt von 5500°C
auf 5560°C an. Diese geringfügige Zustandsänderung
des Sterns Sonne wird schon weit vorher dramatische Auswirkungen
auf das Leben der Erde gehabt haben. Man vermutet, dass bereits
in 200 bis 500 Millionen Jahren kein Lebewesen mehr die Erde
bevölkert. Sie ist zu heiss geworden. Die Meere sind
verdunstet und die Erde ist zu einer Wüste geworden.
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