Zwergplanet: Pluto

 

 

Pluto Datenblätter

 

 

Bilder zum Thema Pluto

 

 

 

 

 

Das Bild zeigt eines der bestauflösenden Bilder des Planeten Pluto. Es wurde aus einer Aufnahme des Hubble Space Teleskops gewonnen.

 

 

 

 

 

Objekt

 

 

 

 

 





 

 

Pluto

Mittlere Entf. Sonne

Durchmesser km

Gravitation

 

 

Festkörper

39,48 AE

2.320

0,66 m/s²

 

 

2. Zwergplanet

5.906 Mio.km

Achsneigung z. Bahn

Dichte kg/m³

 

 

 

328 Lichtminuten

122,46°

2.050

 

 





 

 

Monde

Sid.Umlauf Sonne

Sid Rotation

Fluchtgeschw. km/s

 

 

3

90.465 d

153,29h

1,1

 

 





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Transneptunobjekt Pluto ist ein Zwergplanet. Er ist eine Steinkugel, mit einer stark elliptisch und exzentrischen Bahn. So unterschreitet er alle 228 Jahre für etwa 20 Jahre die Bahn von Neptun wodurch Neptun hinter ihm zu finden ist. Bei Pluto war bisher keine Raumsonde und so sind über ihn nur Daten bekannt, die sich aus Bahnbeobachtungen und Spektralanalysen ermitteln lassen. Im Jahr 2006 startete die Nasa eine Sonde mit Namen 'New Horizons' die Pluto im Jahr 2015 erreichen wird.
Das man ihm nach 76 Jahren seinen Status als Planet aberkannte liegt daran, dass er ein Objekt innerhalb eines Asteroidengürtels ist, deren Mitglieder Plutons genannt werden. Er besitzt also eine Umlaufbahn um die Sonne, die als nicht 'freigeräumt' gilt.

 

 

 

 

 

Plutos Existenz wurde schon lange vermutet, aber seine Entdeckung gelang erst am 18. Februar 1930. An diesem Tag sieht der Astronom Clyde Tombaugh am Lowell Observatorium in Arizona Fotoplatten vom Januar des gleichen Jahres durch, auf denen er einen, sich schneller bewegenden Lichtpunkt erkennt. Er identifizierte ihn als neues Objekt, welches die Sonne umrundet. Aus diesem Lichtpunkt wird 76 Jahre lang, der neunte Planet des Sonnensystems mit Namen Pluto.
Plutos Eigenschaften passen zwar nicht in die Systematik des inneren Sonnensystems, er ist sehr klein, seine Bahn ist stark elliptisch ausgeprägt, auch ihre Neigung gegen die Hauptebene des Sonnensystems ist ungewöhnlich gross, dennoch bleibt sein Status als Planet unangetastet. Erst im Jahr 2006, kann sich die Internationale Astronomische Union (IAU) entschliessen, ihn vom Status eines Planeten zurückzustufen um dadurch eine befriedigendere Systematik in Bezug auf die Objekte des Sonnensystem einzuführen. Seit dem 24.August 2006 ist Pluto zusammen mit Ceres und dem 2005 gefundenen Asteroiden Eris, der grösser ist als er, ein Zwergplanet der Sonne und zudem eines der vielen Transneptunobjekte, den TNOs.

Das Wissen über Pluto ist gering. Keine Raumsonde flog ihn bisher an, und sein grösster Mond Charon, über den es seit 1978 Spekulationen gibt, konnte erst durch das Hubble Space Teleskop gesichtet werden. Die Beschaffenheit von Plutos Oberfläche liegt ebenfalls noch im Dunklen. Man vermutet, dass sie wie die von Mars, durch unzählige Meteoritenkrater zerfurcht ist.

Pluto weist eine Vielzahl von Besonderheiten auf. Gemessen an den anderen Planeten bewegt sich Pluto auf einer ungewöhnlich lang gestreckten, elliptischen Bahn um die Sonne. Sein Abstand zu dieser beträgt dabei zwischen 4,42 Milliarden und 7,36 Milliarden km. Aufgrund dieses lang gesteckten Bahnverlaufs kann er der Sonne näher kommen als Neptun. Dieser Fall trat im Jahr 1979 ein und hielt 20 Jahre, bis zum März 1999 an. Während dieser Zeit war Neptun der äusserste Planet. Dieser Vorgang wird sich in 228 Jahren wiederholen.

Auch Pluto's Bahnneigung zur Ekliptik ist mit 17,1° aussergewöhnlich gross. Andererseits vermindert sie die Gefahr, dass Neptun und Pluto zusammenstossen. Über den inneren Aufbau von Pluto ist nur sehr wenig bekannt. Seine geringe Dichte weist darauf hin, dass er zu grossen Teilen aus Methan- und/oder Wassereis bestehen muss. Den Rest könnte silikathaltiges Gestein bilden. Es ist nicht bekannt, ob sich das gesteinsbildende Material in seinem Kern gesammelt hat. Möglicherweise ist Pluto wie ein Kometen, als grosser schmutziger Schneeball aufgebaut. Mit einem Durchmesser von 2.320 km ist Pluto kleiner als der Erdmond und nur doppelt so gross wie sein Mond Charon. Die Masse von beiden zusammen, erreicht sogar nur den 5.Teil des Erdmondes, was die Astronomen schon länger dazu bewog, Pluto als Planeten nicht recht anerkennen zu wollen.

 

 

 

 

 

Aus dem obigen Bild des Hubble Space Teleskops von 1994 und nach dessen Linsenkorrektur, haben die Astronomen den Durchmesser von Pluto mit einer Abweichung von etwa 1% neu ermittelt. Hiernach beträgt der Durchmesser von Pluto 2.320 km und der von Charon 1.270 km. Der Abstand beider ergibt sich ebenfalls aus dem Bild mit 19.640 km

 

 

 

 

 

Pluto wandert in 248 Jahren einmal um die Sonne und dreht sich in 6,3 Tagen einmal um sich selber. Seine Gravitation ist nur 1/25 so gross wie die der Erde. Dennoch scheint Pluto eine dünne Atmosphäre zu besitzen. Man vermutet, dass es sich um Methangas handelt, welches sich in sehr geringer Menge um den Planeten herum gesammelt hat. Es wird geschätzt, dass sein Druck 100.000 mal geringer ist als der irdische Luftdruck. Auch ein Magnetfeld spricht man Pluto wegen der geringen Dichte ab. Für ein Magnetfeld wäre ein Eisenkern notwendig, der bei dieser Dichte nicht vorliegen kann. Die Helligkeit auf der Plutooberfläche ist gering. Sie erhält nur 1/1500 des Lichtes, das auf der Erde ankommt. Jedoch ist die punktförmige Sonne noch immer 100 mal heller als der irdische Vollmond. Ein Lichtstrahl von der Sonne benötigt dabei 5,5 Std bis er bei Pluto ankommt.

Das Jahr 2005 wurde erneut zu einem Entdeckungsjahr von Plutomonden. Mit dem Hubble-Space Teleskop wurden zwei kleine Körper gefunden, die schon 2002 auf einer Hubbelaufnahme zu sehen waren und sich nach einer neueren Untersuchung weiterhin im Bereich um Pluto herum aufhalten. Es verdichtet sich die Annahme, dass es sich um zwei weitere Monde des Planeten handelt. In diesem Fall wäre Pluto das erste vierfach Objekt im Bereich des Kuipergürtels. Die beiden Monde werden mit Durchmessern von 60 und 200km angegeben. Sie umrunden Pluto in einer Entfernung von etwa 49.000km und 65.000km und entgegen dem Uhrzeigersinn. Ihre Namen wurden im Jahr 2006 mit Nix (S/2005 P1) und Hydra (S/2005 P2) festgelegt.

 

 

 

 

 

 

Astro.GoBlack.de