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- Bereits 1932 wurde von dem estnischen Astronomen Ernst Öpik
die These aufgestellt, dass die langperiodischen Kometen ihren
Ursprung in dem 'äussersten Winkel' des Sonnensystems
hätten. 1950 nahm sie der niederländischen Astronomen
Jan Hendrik Oort (1900-1992) nach weiteren Beobachtungen solcher
Kometen wieder auf und postulierte eine Hülle von Kometen
um das Sonnensystem. Langperiodische Kometen besitzen fast
ausnahmslos Bahnverläufe, deren Exzentrizität bei
nahezu 1 liegt, was auf die oben genannte Entfernungen dieser
Hülle hinweist. Oort nahm weiterhin an, dass die
Materiebrocken der Wolke durch etliche Ereignisse, wie
beispielsweise vorbeiziehende Sterne, in ihrem Bahnlauf gestört
werden könnten, so dass sie sich aufgrund der erfolgten
Ablenkung in Richtung Sonne bewegen würden. Mit abnehmender
Entfernung zur Sonne schneller werdend, würden sie dann
gewissermassen auf sie hinstürzen, sie umrunden, um dann
wieder hinauszuschnellen zu ihrem Ausgangsort. Von nun an wären
sie Satelliten der Sonne .. oder würden endgültig in
das All hinauskatapultiert.
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Da derartige Kometen, anders als die meisten kurzperiodischen
Kometen, die etwa auf der Ebene der Ekliptik fliegen, aus allen
Richtungen des Weltalls auf die Sonne zuschnellen, nahm Oort an,
dass es sich um eine Kugelhülle solcher Objekte um unser
Sonnensystem handeln müsse.
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Die Oortsche Wolke ist auch heute noch ein hypothetisches
Gebilde. Sie kann nicht direkt beobachtet werden, denn ihre
Objekte sind auch für die modernen Instrumente der heutigen
Astronomie zu klein und zu lichtschwach. So hat sie bisher kein
Mensch gesehen und gibt von ihnen keine Bilder. Vermutlich wird
es solche auch in absehbarer Zeit nicht geben. Andererseits
weisen viele Beobachtungen immer wieder auf die Existenz der
Wolke hin. Nach den Annahmen der Astrophysiker befinden sich in
ihr weit gestreut, Milliarden locker gepackter Materiebrocken,
die aus einer Mischung von Staub, Stein und gefrorenem Eis, der
unterschiedlichsten Elemente bestehen. Diese Klumpen, so eine
Vermutung, wurden während der turbulenten Entstehungszeit
unseres Sonnensystems von den Grossplaneten in den Raum um die
Sonne herausgeschleudert und verblieben hier, bei kaum
wahrnehmbarem gravitativen Einfluss der Sonne.
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Umstritten ist der Abstand der Oortschen Wolke zur Sonne, sowie
ihre letztendliche Form. Vorstellungen besagen, dass sie im
nahen, inneren Bereich (2.000-20.000 AE) eher scheibenförmig
aufgebaut sei, sich dann aber im fernen, äusseren Bereich
(20.000-50.000 AE) zu einer Kugelhülle umformen würde.
Wie weit diese Hülle in das Weltall hinausreicht ist
ebenfalls unbekannt. Hier liegen die Schätzungen zwischen
100.000 und 200.000 AE. Da 1AE den Abstand von der Erde zur
Sonne darstellt, käme man bei dieser Hülle auf einen
äusseren Radius von etwa 1-3 Lichtjahren und der innere
Bereich würde bei etwa bei 0,03-0,3 Lichtjahren beginnen.
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