Planet: Neptun
Neptun Datenblätter
Bilder zum Thema Neptun
 

Das Bild wurde im August 1989 von der Vojager 2 –Raumsonde, 12 Jahre nach ihrem Start, aufgenommen.

 

Objekt

 

 

 





Neptun

Mittlere Entf. Sonne

Durchmesser km

Gravitation

Gasriese

30,7 AE

49.248

11,00 m/s²

8. Planet d.Sonne

4.498 Mio.km

Achsneigung z. Bahn

Dichte kg/m³

5. äusserer Planet

250 Lichtminuten

29,56°

1.638





Monde

Sid.Umlauf Sonne

Sid Rotation

Fluchtgeschw. km/s

14

60.189 d

16,1h

23,5





 

 

 

 

 
Neptun ist der achte und letzte Planet der Sonne und der fünfte äussere Planet von der Erde aus gesehen. Er ist der vierte und letzte Gasriesenplanet. Auch er besteht vorwiegend aus Wasserstoff in verschiedenen Aggregatzuständen. Die Vojager1 und Vojaager2 -Sonden, erreichen ihn Ende 1989 und lieferten erstmals Bilder des Planeten, von dem bis dahin wenig bekannt war. Sie bestätigen die Vermutung, dass auch Neptun ein Ringsystem besitzt, entdecken Stürme in seiner Atmosphäre und sechs weitere kleine Monde, neben den zwei bekannten Monden. Inzwischen wurden durch bodengestützte Beobachtungen sechs neue Monde entdeckt.
Alle Objekte die hinter der Umlaufbahn von Neptun folgen, sind sehr kleine Himmelskörper und werden als Trans Neptun Objekte (TNOs) bezeichnet

Neptun wurde 1846 von dem deutschen Astronomen Johann Galle entdeckt, der dessen Positionsdaten von dem Leiter der Pariser Sternwarte, Urbain Jean Joseph Leverrier erhalten hatte. Leverrier hatte die Existenz, die ungefähre Masse und die Position dieses Planeten bereits ein Jahr zuvor, ausgehend von Bahnstörungen bei Uranus, berechnet. Beide kamen dem Engländer John Couch Adams zuvor, der die Existenz von Neptun ebenfalls aufgrund von Berechnungen vorhergesagt hatte, aber bei der Sternwarte von Greenwich keine nachhaltige Aufmerksamkeit fand.

Das heutige Wissen über Neptun ist sehr lückenhaft und teilweise widersprüchlich, da er auf bodenbasierenden Teleskopen nur als kleiner Kreis mit einem Durchmesser von maximal 2,3 Bogensekunden zu sehen ist. Seine Ansicht wird zudem bei der bodengestützten Betrachtung durch die Atmosphäre der Erde gestört. Erst mit dem Hubble Weltraumteleskop konnten 1994 bessere Bilder erzielt werden. Das obige Bild der Raumsonde Vojager aus dem Jahr 1989 gab erstmal einen Eindruck vom äusseren Erscheinungsbild dieses Planeten.

Man geht davon aus, dass Neptun wie die anderen Riesenplaneten, ein Ballon aus Wasserstoff und Helium ist und im Kern nur einen geringen Anteil von schwerer Materie besitzt. Seine oberen Wolkenschichten sollen im Besonderen aus Methangas gebildet werden.
Auf dem Bild sind sehr hohe weiße Wolken zu sehen, in denen Windgeschwindigkeiten bis 325m/s gemessen wurden. Die Wolken sind eingelagert in eine methangashaltige, blaue Atmosphäre. Zudem ist ein Wirbelsturm sichtbar, der wie ein dunkles Auge aussieht und als langlebige Wiederholung des Wirbelsturms auf Jupiter eingeschätzt wurde. Dieser Sturm wurde auf Bildern des Hubble Space Teleskops von 1994 nicht mehr gesehen. Er hatte sich aufgelöst .. allerdings erschien nun ein neues Sturmauge auf der nördlichen Halbkugel. Diese Dynamik in der Atmosphäre von Neptun hat die Astronomen verblüfft. Neptun erhält nur noch 3% der Sonnenenergie die Jupiter erhält ... und trotzdem halten die Windgeschwindigkeiten, mit bis zu 2550km pro Stunde im Auge des Sturms, den Rekord aller bisher gemessenen Stürme auf andere Planeten.

Neptun umrundet die Sonne in 164,8 Jahren, mit Abständen, die zwischen 4,456 Milliarden und 4,537 Milliarden km liegen. Seine Temperatur an der Wolkenobergrenze beträgt etwa –200°C. Von Neptun aus gesehen erscheint die Sonne unter einem Winkel von etwa 1 Bogenminute und ist dadurch mit bloßem Auge nur noch als heller Punkt erkennbar. Allerdings ist sie noch 400 mal heller als der Vollmond auf der Erde. Das Licht braucht von der Sonne bis zu ihm 4,2 Std. Neptun besitzt einen sehr schmalen, etwa 8-20 km breiten Ring und mindestens 14 Monde, die bis auf Proteus, Triton und Nereide sehr klein sind.

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