© NASA Near Shoemaker, 13.02.2000

 

 


 

Eros

Asteroid, Nr.: 433

 

 

Globus

im Mars-Jupitergürtel

 

 

 

 

 


 
 
 
 
Die Raumsonde NEAR erreichte Eros am 23.12.1998 und sandte hervorragende Bilder von der Ankunft. Leider versagte der Bordcomputer, und so schoss NEAR mit nahezu 36.000 km pro Stunde am seinem Ziel vorbei, anstelle mit 18km pro Stunde in eine Umlaufbahn einzuschwenken. Erst nach einer weiteren Sonnenumrundung gelang es am 14.02.2000, NEAR zu einem künstlichen Mond, in etwa 350 km Höhe über dem Asteroiden, zu machen. Die Höhe wurde in der Folge verringert und am 12.02.2001 landete die Sonde weich auf dem Planetoiden.

Obiges Bild wurde am 13. Februar 2000 aufgenommen. Es zeigt den Asteroiden Eros aus einer Entfernung von etwa 2.500 km Entfernung. Der Gesteinsbrocken ist 33km lang und 12km breit. Er rotiert alle 5,27 Std um sich selber und besitzt eine Dichte von 2,7 Gramm pro cm³. Diese Dichte gleicht der der Erdkruste, so dass Eros in die S-Klasse der Planetoiden eingegliedert wurde. Diese Klasse enthält Asteroiden deren Gestein aus eisen- und magnesiumhaltigen Silikaten besteht. Bei Eros konnte diese Zusammensetzung durch Analysen bestätigt werden.

Die Gravitation dieses großen Steins ist nicht mächtig. Aber physikignoranten Schülern sei gesagt, sie ist mit einem 1000stel Teil der Erdbeschleunigung messbar vorhanden. Ich fand eine schöne Veranschaulichung dieser Anziehungskraft. Würde ein Gegenstand aus einer Höhe von 10m im freien Fall auf Eros herab'stürzen' so würde er für seinen Flug ½ Minute benötigen und mit 1,2 km pro Stunde auf'schlagen'. Also eher ein Schweben mit sanfter Landung. Dafür könnte es ein Hochspringer auf eine Höhe von über 2000m bringen. Ob er hernach allerdings wieder landen würde und wie lange er darauf warten müsste, entzieht sich meiner Kenntnis .. Rechnen Sie mal Meyer ..
 
 
 
 
 
Der abgebildete Krater hat einen Durchmesser von 5,5 km und er ist 900m tief.
 
 
 
 
 
Eros ist ein für die Erde nicht ungefährlicher Planetoid. Während die meisten der etwa 20.000 im Jahr 2001 bekannten Kleinplaneten ihre Bahnen zwischen Mars und Jupiter beibehalten, führt die Bahn von Eros elliptisch gestreckt über die Marsbahn hinunter und kann sich bis auf 22 Mio. km der Erdbahn nähern. Ein Zusammenstoß mit der Erde hätte zwar schlimmere Folgen als der, bei dem damals die Dinosaurier starben, jedoch gibt es neben der geringen Wahrscheinlichkeit eines solchen Geschehens weitaus gefährlichere Himmelskörper, welche mit ihren Bahnen die Erdbahn sogar kreuzen.
 
 
 
 

Astro.GoBlack.de