© HST, NASA, ESO,.2010
 
 

 

P/2010 A2

Asteroiden- Zusammenstoß

 

 

Globus

 

 

 

 

 

 


 
 
 
 
Das Bild zeigt keinen Kometen mit einem Schweif, sondern einen im Januar 2010 wahrgenommenen Asteroiden. Dieser ist nahezu ein Jahr zuvor, im Februar oder März 2009, mit einem zweiten Asteroiden zusammengestoßen. Der Schweif besteht aus Gesteinssplittern, die im Mittel zwischen 1mm bis hin zu 2-3cm groß sein sollen. Sie entstanden bei diesem Zusammenstoß.
Bisher waren beide Asteroiden wegen ihrer Größe nicht beachtet worden. Nun besitzt der nach der Kollision übrig gebliebene, die Bezeichnung P/2010 A2. Das im Asteroidengütlel derartige Zusammenstöße häufiger stattfinden, davon gehen die Astronomen schon seit längerer Zeit aus. Sie geben die Häufigkeit mit etwa einem Zusammenstoß im Jahr an Allerdings ist die obige Aufnahme das erste Bild eines solchen Ereignisses.

Konkret wird vermutet, dass ein etwa 400m -Brocken von einem zweiten, etwa 3-5m großen Stein getroffen wurde, wobei der kleinere Stein zerschellte und aus dem größeren Bruchstücke herausschlug. Das alles geschah nach Ansicht der Astronomen bei einer Einschlaggeschwindigkeit von 18.000 km/h, was etwa 5km/s entspricht. Der Staub des Einschlags wird nun durch den Sonnenwind vom Rest-Asteroiden weggeblasen. Er besitzt das Volumen eines Balls von ca. 20m im Durchmesser. Daraus wird klar, dass mehr Material vom größeren Asteroiden als vom kleineren stammen muss. Aus der Verteilung und dem Verbleib des Staubes erhoffen sich die Astonomen Hinweise und Erkenntnisse zu der Herkunft und dem Verhalten von Staub im All und in den Umlaufbahnen von Planeten. Weiterhin besteht die Annahme, dass beide Kandidaten des Zusammenstoßes vor langer Zeit, bereits auf einem ähnlichen Weg entstanden sind. Die Annahme ist, dass sich auf diese Weise im Verlauf der Jahrmillionen größere Gesteinsbrocken in Staub zerlegen.
 
 
 
 
 
 
 
Nach einer etwa 5 Monate andauernden Beobachtung erkennen die Astronomen am Hubble Space Teleskop, dass sie den Zeitpunkt des Zusammenstoßes um etwa ein Jahr verpasst haben. Zu diesem Zeitpunkt befand sich P/2010 A2 im Bereich hinter der Sonne, also wesentlich weiter entfernt als zum Zeitpunkt der Januaraufnahme, bei der der Asteroid etwa 164 Mio.km oder ~1AE von der Erde entfernt ist.
© NASA, ESO und D.Jewitt (UCLA)
 
 

 

 

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